Aufbruch ins Ungewisse: Frauensonntag mit Rut und Noomi
Frauensonntag über Freundschaft, Migration und neue Wege
Am Sonntag, 20. September, um 11 Uhr wird in der St. Josefskapelle in Schwetzingen-Hirschacker der diesjährige Frauensonntag gefeiert. Unter dem Motto „Aufbruch ins Ungewisse“ steht die biblische Geschichte von Rut und Noomi im Mittelpunkt.
Im Gottesdienst wird auch Abendmahl gefeiert. Eingeladen sind ausdrücklich alle Interessierten – nicht nur Frauen.
Zwei Frauen brechen auf
Rut und Noomi haben viel verloren. Beide sind verwitwet, ihre Zukunft ist ungewiss. Als Noomi beschließt, in ihre Heimat Bethlehem zurückzukehren, trifft Rut eine mutige Entscheidung: Sie lässt ihre eigene Heimat Moab hinter sich und geht mit ihr in ein Land, das ihr völlig fremd ist.
„Wo du hingehst, da will ich auch hingehen. Dein Gott ist auch mein Gott.“ Mit diesem Versprechen stellt sich Rut an Noomis Seite. Herkunft, Alter und unterschiedliche religiöse Traditionen verlieren gegenüber ihrer Verbundenheit an Bedeutung.
Die beiden Frauen bleiben nicht bei dem stehen, was sie verloren haben. Sie brechen auf, sorgen füreinander und suchen gemeinsam nach neuen Lebensmöglichkeiten. So erzählt das biblische Buch Rut nicht nur von Migration und einer außergewöhnlichen Frauenfreundschaft, sondern auch von Mut, Vertrauen und der Kraft, das eigene Leben neu in die Hand zu nehmen.
Eine alte Geschichte mit aktuellen Fragen
Was trägt, wenn Vertrautes wegbricht? Woher kommt der Mut für einen Aufbruch, dessen Ausgang noch völlig offen ist? Und was kann entstehen, wenn Menschen einander beistehen?
Die Geschichte von Rut und Noomi stellt Fragen, die bis heute aktuell sind – bei Heimatverlust und Trauer ebenso wie in persönlichen Umbrüchen und Zeiten der Unsicherheit. Der Frauensonntag nimmt diese Erfahrungen auf und fragt danach, wie Vertrauen, Freundschaft und der Glaube neue Wege eröffnen können.
Gestaltet wird der Gottesdienst von Diakonin Margit Rothe, Hanna Schwichtenberg vom Ortsteam Schwetzingen, Ute Roes und Marianne Müller. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Musik: Bezirkskantor Paul Hafner sowie das Ehepaar Eisenmann mit Violine und Flöte übernehmen die musikalische Gestaltung.
(nach einem Text von Hanna Schwichtenberg)




