Kinderförderfonds Südliche Kurpfalz
Reiches Land - arme Kinder
Nach einer Studie der OECD von 2009 lebt jedes sechste Kind in Deutschland in relativer Armut, also mit weniger als 50% des Durchschnittseinkommens. Im Rhein-Neckar-Kreis lebt jedes elfte
Kind von Hartz IV. Der Kinderförderfonds unterstützt Kinder und Jugendliche aus der südlichen Kurpfalz, die finanziell benachteiligt sind mit Zuschüssen in den Bereichen:
- Sport und Freizeit
- Kulturelle und musische Interessen
- Schule, Bildung und Lernförderung
Beispiele
„Der Fußball hilft meinem Sohn mit unserer Trennung zurechtzukommen….
…Ich bin dankbar, dass der Kinderförderfonds ihn unterstützt und ich mir das Geld nicht bei den anderen Kindern absparen muss.“
Nach der Scheidung von ihrem Mann musste Frau T. alleine mit ihren drei Kindern klar kommen. Unterhalt kam mal, oder auch mal nicht. Frau T. musste zum Jobcenter gehen, damit sie die Miete und ihr Leben mit den Kindern weiterfinanzieren konnte. Auch die Teilzeitarbeit, die sie zwischenzeitlich gefunden hatte, reichte nicht zum Leben. Mit der Trennung vom Vater endete auch die Unterstützung durch dessen Familie.
Im Verein kann der Älteste Fußball spielen, die familiären Probleme in dieser Zeit hinter sich lassen und in der Mannschaft ist er gut aufgehoben. Das ist ein großes Glück. Auch Frau T. hat über den Sportverein neue soziale Kontakte knüpfen können und Menschen gefunden, die sie in ihrer Situation unterstützen.
Für das anstehende Fußball-Camp des Sportvereins bekommt Frau T. einen Zuschuss aus dem Kinderförderfonds.
Achmed schafft das Abitur
Er ist 17 und sein großer Wunsch ist nie mehr abhängig zu sein von Sozialleistungen einer Behörde! Denn was das bedeutet, erlebt er täglich zu Hause. Obwohl der Vater eine Arbeit hat, reicht das Geld nicht für die Familie. Achmed möchte Abitur machen und viel fehlt dazu nicht.
In zwei Hauptfächern hat er Schwierigkeiten, für die er Unterstützung braucht.
Eine selbstorganisierte Lerngruppe hat nicht ausgereicht. Das Jobcenter übernimmt Nachhilfe nur, wenn die Versetzung gefährdet ist. Wenn er jobbt, hat er nicht mehr ausreichend Zeit zum Lernen.
Und da sind ja auch noch die vier Geschwister!
In der Sozialberatung der Diakonie werden alle Möglichkeiten durchgesprochen.
Am Ende bekommt Achmed für seine Lernunterstützung einen Zuschuss aus dem Kinderförderfonds in Höhe des Betrags, den er selbst dazu verdient.
…und er schafft das Abitur!
Die Teilnahme an der Klassenfahrt konnte möglich gemacht werden
Frau L. ist verheiratet und hat drei Kinder im Alter von 3, 6 und 10 Jahren. Der Ehemann stammt aus dem Libanon und lebt seit 12 Jahren in Deutschland. Er versucht mit einer Teilzeitarbeitsstelle etwas zum Einkommen der Familie beizutragen, ergänzend erhalten sie Leistungen nach dem SGB II.
Die Schulklasse der 10-jährigen Tochter plante eine Reise nach London. Da die Tochter sehr gerne an der Klassenfahrt teilnehmen wollte, dies aber aus finanzieller Sicht nicht möglich gewesen wäre, wurde hier ein Zuschuss aus dem Kinderförderfonds beantragt. Der Tochter konnte die Teilnahme ermöglicht werden und es war ein ganz besonderes Erlebnis für das Kind. Für die Eltern war dies eine enorme Entlastung, da sie die Reise ihrer Tochter ohne Hilfe nicht finanzieren konnten.
„Fußball ist ihre Leidenschaft“
Herr G. ist verheiratet und hat eine 11-jährige Tochter. Die Familie erhält Leistungen nach dem SGB II. Das Kind spielt seit Jahren begeistert Fußball im Verein. Sie möchte gern Profifußballspielerin werden und der Trainer der Mannschaft fördert ihr Talent so gut er kann. Durch den Zuschuss des Kinderförderfonds konnte der Tochter die Mitgliedschaft für ein weiteres Jahr ermöglicht werden. Der Fußball ist nach wie vor ihre große Leidenschaft und sie trainiert weiterhin fleißig für ihren Traum.
Dank des Laptops, ist eine adäquate Vorbereitung für den Unterricht möglich
Frau K. ist alleinerziehend mit einer Tochter von 16 Jahren. Sie ist schwer krank, erhält deshalb Erwerbsminderungsrente und etwas Wohngeld. Des Weiteren gibt es Schulden, welche in monatlichen Raten beglichen werden. Die Tochter ist eine sehr gute Schülerin und geht in die 10. Klasse eines Gymnasiums. Frau K. leidet sehr darunter, ihre Tochter nicht wie gewünscht finanziell unterstützen zu können.
Um sich auf den Unterricht adäquat vorbereiten zu können, benötigt das Mädchen immer häufiger einen eigenen Laptop. Mit den Mitteln des Kinderförderfonds konnte Frau K. der Tochter ein gebrauchtes Gerät kaufen und sie somit gut unterstützen.




