Segen und Doppelhaushalt
Die Bezirkssynode feiert Gottesdienst und beschließt den finanziellen Rahmen der bezirklichen Arbeit
Gottesdienst und Segen
Beim Gottesdienst in Sandhausen am Freitag abend nahm sich die Synode bewusst Zeit, um dem neu gewählten Bezirkskirchenrat für sein Amt Gottes Segen zu erbitten. Mit Begleitung von Bezirkskantor Paul Hafner wurde viel gesungen. Es wurde gemeinsam gebetet und auf Gottes Wort gehört. Das Dekanatsteam gestaltete den Gottesdienst, voller Dankbarkeit für die bisherige Arbeit des alten Bezirkskirchenrates und dem guten Beginn im neuen Gremium.
Walter Funk und Dr. Thomas Schütt wurden aus dem Gremium verabschiedet. Beide hatten sich in der bisherigen Arbeit auch dem Thema Finanzen gewidmet, wofür herzlicher Dank ausgesprochen wurde.
Beim Gottesdienst in Sandhausen am Freitag abend nahm sich die Synode bewusst Zeit, um dem neu gewählten Bezirkskirchenrat für sein Amt Gottes Segen zu erbitten. Mit Begleitung von Bezirkskantor Paul Hafner wurde viel gesungen. Es wurde gemeinsam gebetet und auf Gottes Wort gehört. Das Dekanatsteam gestaltete den Gottesdienst, voller Dankbarkeit für die bisherige Arbeit des alten Bezirkskirchenrates und dem guten Beginn im neuen Gremium.
Walter Funk und Dr. Thomas Schütt wurden aus dem Gremium verabschiedet. Beide hatten sich in der bisherigen Arbeit auch dem Thema Finanzen gewidmet, wofür herzlicher Dank ausgesprochen wurde.
In ihrer Predigt griff Dekanin Katharina Treptow-Garben ein Zitat von Anaïs Nin auf: „Wir sehen die Dinge nicht, wie sie sind, sondern wie wir sind." Es sei heute üblich geworden, über andere zu urteilen und sie herabzusetzen, um selbst besser dazustehen, so Treptow-Garben – ein Verhalten, das sie leider auch in der Politik oft beobachte. In den sozialen Medien sei "Shitstorm" leider immer mehr an der Tagesordnung. Umso wichtiger sei Demokratie, die vom Zuhören lebe statt vom gegenseitigen Herabsetzen.
Eine andere Haltungsweise kennen wir von Jesus. Mit ihrer Auslegung der Heilungsgeschichte des Blinden nahm sie die Synodalen mit in ihre Überlegungen zum Umgang miteinander, den wir Christen eben von Jesus abschauen können. Über den Blinden wurde geredet, nicht mit ihm, sondern über ihn. In der biblischen Geschichte fragten die Menschen Jesus, wer schuld sei an seiner Erblindung, er oder seine Eltern. "Victim blaming" auch zu Zeiten Jesu. Die Schuldfrage interessiere Jesus aber gar nicht. Das sei das, was für sie diese Geschichte so leuchten ließe. Jesus handelt und tut Wunder. Er beurteilt nicht, er schaut hin und bleibt zugewandt.
Der neue Bezirkskirchenrat und auch die Synode arbeiten nach diesem Vorbild: ohne Schuldzuweisungen; Zuhören, einander zuwenden, zu Abstimmungen kommen und auch bei anderer Meinung das Ergebnis mittragen können, damit die bezirkliche Arbeit vorangehen könne.
Doppelhaushalt mit gleichbleibender Bezirksumlage
Grundlage für die Beratung war die gewohnte Kurzfassung des Haushaltes, die Walter Funk vorstellte – ein Format, das er selbst entwickelt hatte und nun zum letzten Mal präsentierte. Die Synode nutzte die Gelegenheit für einige Nachfragen.
Simone Heitz vom Verwaltungs- und Serviceamt erklärte Einnahmen, Ausgaben und die vorhandenen Rücklagen. Der Kirchenbezirk, so machte sie deutlich, wird die Bezirksumlage für die Gemeinden nicht erhöhen, sondern zunächst auf Rücklagen zurückgreifen. Der Haushalt wurde mit den Volumen – 630.220 Euro für 2026 und 612.650 Euro für 2027 – mit zwei Enthaltungen verabschiedet.
Simone Heitz berichtete außerdem von der Zusammenlegung der Verwaltungszentren in Nordbaden zum Dienstleistungszentrum Nord, was zu einer Angleichung der Verwaltungsgebühren führe.
In den Verwaltungsrat einstimmig berufen wurden Wolfgang Krauth und Iris Walter. Die Stellvertretung übernehmen zwei Mitglieder des Dekanatsteams: Katharina Treptow-Garben und Dr. Simon Layer.
Berichte aus Landessynode, Musik- und Finanzausschuss
Zum Abschluss der Tagung gab es noch Einblicke aus verschiedenen Gremien: Pfarrerin Natalie Frey berichtete aus der Landessynode, die sich auch nach den Kirchenwahlen neu aufgestellt hat in kleinerer Besetzung. Besonders beeindruckend fand sie den Austausch der Synodalen mit Betroffenen von sexueller Gewalt, den die Landesbischöfin initiiert hatte. Das Thema Finanzen sei auf Landesebene natürlich auch Thema, die Kirchensteuerentwicklung sei dramatischer als geschätzt. Es gehe um Sparen, nicht um kaputt sparen und nicht ohne die Hoffnung des Finanzreferates, dass die wirtschaftliche Lage sich konsolidiere.
Holger Lehmann gab einen Bericht aus dem Finanzausschuss, der unter dem Vorsitz von Ralf Krumm und Pfarrer Steffen Groß den Haushalt im Vorfeld geprüft und beraten hatte.
Die Vorsitzende des Musikausschusses Christine Ebbinghaus berichtete von drei Themen, die der Ausschuss sich vornehmen wolle: eine ehrliche Bestandsaufnahme der Chöre und die Initiierung von Kooperationen, die Stärkung der Kinder- und Jugendchöre, womöglich auch innerhalb der Ganztagsschule, und nicht zuletzt eine vernetzte Öffentlichkeitsarbeit, die durch eine frühe Planung zu einer stärkeren Sichtbarkeit aller musikalischen Ereignisse im Bezirk führe.
Ausblicke
Synodenvorsitzender Holger Lehmann zeigte sich erfreut, dass es nach der ersten konstituierenden Sitzung im März und der Beschäftigung mit dem finanziellen Rahmen der kirchlichen Arbeit bei der zweiten Synode am 25. Juli 2026 nun mit inhaltlicher Arbeit in der Synode weitergehen könne. Kirche & Demokratie sei das Thema der Herbstsitzung, kündigte er an.
Synodenvorsitzender Holger Lehmann zeigte sich erfreut, dass es nach der ersten konstituierenden Sitzung im März und der Beschäftigung mit dem finanziellen Rahmen der kirchlichen Arbeit bei der zweiten Synode am 25. Juli 2026 nun mit inhaltlicher Arbeit in der Synode weitergehen könne. Kirche & Demokratie sei das Thema der Herbstsitzung, kündigte er an.
Pünktlich um 22 Uhr endete die Tagung mit einem gemeinsamen Segenslied.
Fotos und Text: Elke Piechatzek





































