Stummfilmklassiker „Der letzte Mann“ in der Schwetzinger Stadtkirche
Filmgeschichte trifft auf Kirchenorgel und moderne Klangwelten
Ein Meisterwerk des deutschen Stummfilms, live begleitet von Kirchenorgel und Digital Sound: Die Evangelische Stadtkirche Schwetzingen wird für einen Abend zum Kino.
Am Freitag, 23. Oktober 2026, um 19 Uhr wird die Evangelische Stadtkirche Schwetzingen zum Kinosaal. In Kooperation mit der VHS Bezirk Schwetzingen zeigt die Evangelische Kirchengemeinde Friedrich Wilhelm Murnaus Stummfilmklassiker „Der letzte Mann“ aus dem Jahr 1924. Für die außergewöhnliche musikalische Begleitung sorgen Jan Wilke an der Kirchenorgel und Tobias Breier mit Digital Sound.
Eine Geschichte über Würde und gesellschaftlichen Abstieg
Der alte Portier des vornehmen Atlantic-Hotels (Emil Jannings) ist stolz auf seine prächtige Uniform. Sie verleiht ihm Ansehen und Selbstwertgefühl – sowohl bei den Hotelgästen als auch in seiner Nachbarschaft. Doch als seine Kräfte nachlassen, wird er zum Toilettenmann degradiert. Für ihn bricht eine Welt zusammen. Um seinen gesellschaftlichen Abstieg zu verbergen, versucht er verzweifelt, den Schein aufrechtzuerhalten.
Ein Meilenstein der Filmgeschichte
Mit „Der letzte Mann“ schuf Friedrich Wilhelm Murnau 1924 einen der bedeutendsten Filme der Stummfilmzeit. Berühmt wurde das Werk insbesondere durch seine innovative Kameraführung: Die sogenannte „entfesselte Kamera“ ermöglicht eine bis dahin ungewohnte Beweglichkeit und Ausdruckskraft. Der Film kommt zudem fast vollständig ohne Zwischentitel aus. Das eindrucksvolle Schauspiel von Emil Jannings und die wegweisende Bildsprache machten ihn international bekannt.
Live-Musik und Einführung
Ein besonderes Erlebnis verspricht die musikalische Begleitung durch Jan Wilke an der Kirchenorgel und Tobias Breier mit Digital Sound. Die Verbindung von traditionellem Orgelklang und moderner Klanggestaltung eröffnet einen neuen Zugang zu dem über 100 Jahre alten Film.
Eine Einführung gibt Prof. Dr. Bernd Braun von der Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte. Die Begrüßung übernehmen Diakonin Margit Rothe für die Evangelische Kirchengemeinde Schwetzingen und Hermann Ungerer Henríquez für die VHS Bezirk Schwetzingen.
Für Snacks und Getränke sorgt die Evangelische Kirchengemeinde, die diese vor Ort zum Verkauf anbietet.






