
Ein kurzer Satz und dennoch sehr gewichtig. In der Vorweihnachtszeit begegnet uns immer wieder die Freude und die Vorfreude, aber was ist das eigentlich?
Die Freude – Substantiv, feminin - hochgestimmter Gemütszustand; das Froh- und Beglücktsein.
Das zumindest sagt der Duden. Ein hochgestimmter Gemütszustand, doch gehört er für uns immer zur Advents- und Weihnachtszeit? Oder steht heute nicht eher die Hektik, der Stress, die Geschenke zu besorgen, oder das Unwohlsein durch zu viele Plätzchen oder Besuch der schwierigen Verwandtschaft im Vordergrund?
Welche Gefühle kommen bei Ihnen auf, wenn Sie an Advent und Weihnachten denken?
Eigentlich geht es nicht um die Hektik, den Stress und das Unwohlsein. Es geht viel mehr darum, sich auf das zu konzentrieren, was wesentlich ist. Auf Weihnachten und die Liebe Gottes zu uns und unter uns. Nicht groß, nicht laut und nicht unter Geschenken begraben. Ganz klein, als Baby kommt Gott mitten unter die Menschen – klein, verletzlich und still. Und dennoch irgendwie auch laut und groß. Denn die Engel verkünden den Hirten, dass da etwas passiert ist, das „allem Volk widerfahren wird“.
Allem Volk – heute vielleicht eher – allen Menschen auf dieser Welt? Auch die, bei denen die Nachricht noch gar nicht angekommen ist?
Genau das ist das Besondere: Gott kommt als kleines Kind zu uns allen. Zu denen, die auf ihn warten. Zu denen, die vor lauter Hektik und Stress die Nachricht noch nicht gehört oder nicht mitbekommen haben. Er kommt zu denen, die allein sind und zu denen, die in Gemeinschaft sind. Zu denen, die laut sind und zu denen die leise sind. Er kommt zu uns allen.
Darum lassen Sie uns diese Freude, die uns die Engel verkünden, wahrnehmen, innehalten und an Menschen weitergeben, die sie nicht hören oder spüren. Und das geht auch ganz ohne Geld und Geschenke. Haben Sie eine Idee?
Hannah Mautner





