Regio Treff Mittlerer Leimbach

Berichte von den Treffen März und Mai 2023

EKiBa 2032 – Kirche der Zukunft - Region „Mittlerer Leimbach“ beginnt ihre Arbeit

Bericht des Regiotreffens mit den Kirchenältesten der Region Mai 2023

Am 3. Mai trafen sich im Philipp-Melanchthon-Haus knapp 30 Kirchengemeinderäte aus Sandhausen, Nußloch, St. Ilgen und Leimen zu einen sogenannten „Kick Off“, einem ersten gemeinsamen Kennenlernen der gewählten Kirchenvorstände. Themen des Treffens waren Informationen zu den bevorstehenden Einsparungen der Landeskirche, sowie eine erste Kontaktaufnahme zur Gestaltung der, auch gemeinsamen, Zukunft der anwesenden Kirchengemeinden. Das Treffen wurde von Herrn Uwe Roßwag-Hofmann, dem Geschäftsführer des Hohenwart Forums, geleitet. Die Begrüßung wurde von Frau Pfarrerin Motzkus aus Nußloch übernommen.
Nach einem geistlichen Einstieg ging es dann auch gleich in die Arbeit. Herr Roßwag-Hofmann stellte Sinn und Zweck des Abends, Informationen, Entwicklungen zum Strategieprozess der Evangelischen Landeskirche, vor.

Who is Who – wer ist wer und gehört wohin?

Spielerisch ging es dann weiter. Die anwesenden Kirchengemeinderäte sollten sich so, wie ihre jeweiligen Gemeinden auf der aufgehängten Landkarte zu sehen waren, im vorderen Teil des Saales verteilen, so dass jede Gemeinde eine Einheit bildete. Dies gelang sehr gut und die Teilnehmer machten sich nun untereinander bekannt. Immer eine Gemeinde nach der anderen.
Dabei stellte sich heraus, dass doch ein großer Anteil der Anwesenden Zugezogene sind, die sich in ihrer neuen Gemeinde kirchlich engagieren. Nach dem Spiel folgten Informationen.
Nachdem alle wieder ihre Plätze eingenommen hatten, wurden die Teilnehmer auf den neuesten
Stand gebracht. Frau Pfarrerin Wiesner informierte über die landeskirchlichen Rahmendaten
und Beschlüsse. Herr Martin, Bezirkskirchenrat aus Nußloch, berichtete über die Beschlüsse und Vorgaben des Bezirkskirchenrates. Herr Diakon Horsch aus St. Ilgen legte dar, was bisher in der „Region Mittlerer Leimbach“, so der neue Name, zu diesem Thema geschehen ist.
Der Sandhäuser Pfarrer Herr Dr. Thurner sprach über Zahlen, Daten und Fakten der Region.

Vertiefung und Klärung
Nun wurden Quartette mit je einem Teilnehmer aus jeder Kirchengemeinde gebildet.
Hier ging es dann um spezielle Fragen, wie z.B. „Was ist noch unklar?“, „Worin könnte eine Chance derZusammenarbeit liegen?“ oder „Was soll die vorbereitende Strukturgruppe beachten?“ Hier entstanden lebendige und weiterbringende Diskussionen in den einzelnen Quartetten. Zu guter Letzt wurden die einzelnen Quartett-Ergebnisse dem Plenum vorgestellt und auch besprochen. Danach wurde erörtert, wo die Teilnehmer Potenzial für eine zukünftige Zusammenarbeit sehen. Dabei kamen viele gute Ideen und Vorschläge heraus.

Erteilung des Mandats an die Strukturgruppe zur Vorbereitung der Regionalen Visitation
Im Februar 2023 findet die Regionale Visitation für die Region Mittlerer Leimbach statt. Der Strukturgruppe, die diese Visitation vorbereitet, wurde das Mandat hierzu erteilt. Dies war ein notwendiger formeller Akt. Danach wurde noch geklärt, wie Strukturgruppe und die einzelnen Gremien in Zukunft zusammenarbeiten sollen.

Geistlicher Abschluss
Nach vielen Gesprächen und einem sehr harmonischen Verlauf beendete Frau Pfarrerin Motzkus mit einem geistlichen Abschluss den Abend.

Dieser Abend möge der Beginn einer harmonischen und fruchtbaren Zusammenarbeit der Kirchengemeinden der „Region Mittlerer Leimbach“ gewesen sein.
Hans-Jürgen Metzner



Bericht vom März 2023

Der Strategieprozess mit dem Namen „ekiba 2032“ beschäftigt sich mit der Zukunft der Landeskirche Baden mit ihren ca. 1 Mio. Mitgliedern.

Die badische Landeskirche beschäftigt sich derzeit auf allen Ebenen intensiv mit Zukunfts-Fragen – gerade auch mit Blick auf die zurück- gehenden Kirchensteuern, den weniger werdenden Pfarrerinnen und Pfarrern und den Gebäuden, die hohe Investitionen erfordern. Einsparungen in Höhe von 30% bis zum Jahr 2032 werden nun geplant.

Das betrifft auch die Region „Mittlerer Leimbach“ bestehend aus den Kirchengemeinden Leimen, St.Ilgen, Nußloch und Sandhausen. Aus den Leitungsgremien der jeweiligen Gemeinden hat sich nun eine Gruppe zusammengefunden, in der die Zusammenarbeit der Kirchengemeinde in den Blick genommen wird und eine gemeinsame Strategie für die knapper werdenden finanziellen und personellen Ressourcen zu entwickeln.



Beim zweiten Treffen am 31. März im Martin-Luther-Haus in St. Ilgen stellten sich die einzelnen Gemeinden mit ihren Kernkompetenzen vor. Hier wurde eindrücklich der Reichtum und die Vielfalt evangelischen Lebens in der Region sichtbar. In einem zweiten Schritt wurden Angebote und Wünsche der einzelnen Gemeinden für eine zukünftige Zusammenarbeit skizziert. Wofür ist Kirche da? Wie kommt Kirche wir besser mit den Menschen in Kontakt? Wir muss evangelische Kirche in der Region im Jahr 2032 aussehen, damit sie für die Menschen attraktiv ist und bleibt. Klar wurde an diesem Abend: die vier evangelischen Kirchengemeinden können sich mit ihren Arbeitsschwerpunkten gegenseitig stärken und entlasten. Es braucht auch neue Formen kirchlichen Lebens und Spielraum für kreative Ideen. Wie das alles zusammen gehen kann, das wird dann in den nächsten Monaten Thema der Gruppe.
 
 
Kontakt:

Natalie Frey

Pfarrerin in Leimen

Gerda Motzkus

Pfarrerin in Nußloch