Einladen, zuhören, unterstützen 

Bericht vom Netzwerktreffen der Evangelischen Frauen im Bezirk am 23. Mai 2025

Entschlossen lenken evangelischen Frauen aus der Südlichen Kurpfalz ihre Schritte in neue Richtungen.

Bei Ihrem Netzwerktreffen in Neulußheim folgten die Vertreterinnen der Frauenarbeit in den Kirchengemeinden des Bezirks der Zuversicht des Impulses zum Beginn ihres Treffens.
Mit dem Leitwort “Ich setzte meinen Fuß in die Luft, und sie trug” von Hilde Domin – fanden sie spannende Wege für eine Frauenarbeit, die auf die Rahmenbedingungen und Bedürfnisse der Frauen von heute zugeschnitten ist. 

Als entscheidend kristallisierten sich beim Brainstorming vor allem die Rahmenbedingungen der Angebote heraus. Die Frauen von heute haben Verpflichtungen, die anders getaktet sind als früher - angefangen beim Alltag und im Beruf. Da bleibt kaum Freiraum für regelmäßige Treffen. Vielmehr muss es in Zukunft um einzelne Projekte gehen, an denen man sich immer wieder neu beteiligen kann. 

Wie wäre es zum Beispiel mit einem Cocktail-Abend zum Thema des kommenden Frauensonntags? Ausreichend spannenden Gesprächsstoff dafür liefert die Geschichte der “großen Frau von Schunem” aus dem Buch der Könige jedenfalls. Dies fanden die Bezirksfrauen in Neulußheim bei der Gruppenarbeit mit der Referentin für gemeindebezogene Frauenarbeit der Evangelischen Landeskirche in Baden, Barbara Coors, heraus. 

Hervorgehoben haben die Teilnehmerinnen in Neulußheim, dass sie nicht wirklich wissen können, was Frauen zwischen 35 und 60 brauchen. Denn das Durchschnittsalter der ehrenamtlich Engagierten, die beim Treffen präsent waren, war vergleichsweise hoch. Es ist dringend notwendig, aktiv auf die Frauen im persönlichen Umfeld zuzugehen, und ohne “geht-Nicht-Schere" im Kopf zuzuhören, da waren sich die Tagenden einig.

Es geht schließlich bei der Neuausrichtung der Frauenarbeit nicht darum, die liebgewonnenen Formate in der Gemeinde zu verändern. Vielmehr geht es darum, zu zeigen, dass Kirche “Raum” für mehr bietet. Die Frauen im Kirchenbezirk wollen zu “Ermöglicherinnen” werden: einladen, zuhören, unterstützen, da hingehen, wo Frauen sowieso schon sind. 

Damit Ehrenamtliche in den Gemeinden damit nicht alleine stehen, bauen sie jetzt ein Netzwerk auf. So soll in jedem Kooperationsraum bis zum Herbst eine Ansprechpartnerin für Frauenarbeit gefunden werden – quasi als Informationsknotenpunkt im Netz. Als zentrale Anlaufstelle zum Informationsaustausch – auch zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen - und zur Beratung soll eine Gruppe von Frauen um die Bezirksfrauenbeauftragte, Beate Günther, entstehen. Willkommen, sind alle Frauen, die Lust auf Organisieren, Ideen verwirklichen und Austausch haben. Haben. Und es soll nicht automatisch eine Verpflichtung auf Jahre hinaus sein. Gerne darf es auch für ein einzelnes Projekte sein. 

Die Frauen haben sich in Neulußheim viel vorgenommen. Aber auch viel Kraft getankt: Gemeinsam Ideen zu entwickeln und dabei zu spüren, dass alle an einem Strang ziehen, gab einen deutlich spürbaren Energieschub. Dekanin Katharina Treptow-Garben – die sich selbst aktiv am Netzwerktreffen beteiligt hatte - sandte die engagierten Frauen mit einem besonderen, rückenstärkenden Segen zurück in ihre Gemeinden. 
Wer möchte ihre Ideen für die Frauenarbeit verwirklichen?


Kontakt: Beauftragte für Frauenarbeit im Kirchenbezirk Südliche Kurpfalz, Beate Günther, 0176 –   393 46 319, beate.guenther@kbz.ekiba.de 

Frauenarbeit im Kirchenbezirk