Jubiläum feiern, zurückblicken, danken und Abschied nehmen

45 Jahre Evangelische Erwachsenenbildung und Abschied von Doris Eckel-Weingärtner

Die Evangelische Erwachsenenbildung feierte mit 125 Gästen ihre 45- jährige Arbeit.
Mit dem Ruhestand von Doris Eckel-Weingärtner zum 1. Juli diesen Jahres endet die gewohnte Arbeit. Rückblick und Abschied im Palatin in Wiesloch

"45 Jahre Evangelische Erwachsenenbildung — das ist mehr als nur ein Jubiläum. Es ist ein Zeugnis dafür, wie sehr Bildung, Glaube und gesellschaftliche Verantwortung zusammengehören. Die Erwachsenenbildung öffnet Räume, in denen Menschen wachsen können: im Denken, im Glauben, im Miteinander und im Diskurs."
So begrüßten die beiden Dekaninnen Katharina Treptow-Garben, Kirchenbezirk Südliche Kurpfalz und Christiane Glöckner-Lang, Kirchenbezirk Neckar- Kraichgau die Festgäste, die unter dem Motto: Ermutigungen eingeladen waren.
Doris Eckel-Weingärtner hielt Rückschau und berichtete aus der Arbeit. 

Musikalische Zwischenrufe, Impulse der Prälatin Heide Reinhard, des Wieslocher Bürgermeisters Ludwig Sauer, dem Katholischen Pfarrer Bernhard Pawelzik und dem Improtheater Mannheim waren Teil des Nachmittages im Palatin, bei dem auch eine Podiumsdiskussion zur Bedeutung religiöser Bildungsarbeit mit Islamwissenschaftlerin Derya Sahan und Oberkirchenrat i.R Prof. Dr. Schneider-Harpprecht, moderiert von Michael Lipps erneut zeigte, wie sehr Bildung, Glaube und gesellschaftliche Verantwortung zusammengehören.

Viele Gäste verabschiedeten sich persönlich von Doris Eckel-Weingärtner, die die Erwachsenenbildung Rhein-Neckar-Süd 14 Jahre leitete. Herzlicher Dank wurde auch Petra  Sackczewski ausgesprochen für Ihre wertvolle Arbeit und Ihr Mitwirken und Gestalten in all den Jahren, auch bei den Vorgängern in der Leitung.

Die beiden Dekaninnen waren sich sicher:
45 Jahre Evangelische Erwachsenenbildung –  sei eine Geschichte voller Aufbrüche, Umbrüche und Lernprozesse. Die Geschichte evangelischer Bildungsarbeit gehe weiter. Anders als bisher, vielleicht vernetzter und experimenteller – man werde in Zukunft von den Erfahrungen der Erwachsenenbildung lernen, sich vielfältiger aufzustellen und offener zu werden.

Kirche brauche auch weiterhin Orte, an denen Fragen gestellt werden dürfen, ohne dass fertige Antworten erwartet werden. Orte, an denen Unsicherheiten Platz haben, an denen unterschiedliche Perspektiven nebeneinanderstehen dürfen.
Bildungsveranstaltungen werden in Zukunft in anderen Zusammenhängen angeboten.
Zwischen Bewahren und Erneuern, zwischen Glauben und Zweifel, zwischen persönlicher Erfahrung und gesellschaftlicher Verantwortung. Bildungsarbeit verbinde Menschen und schaffe Gespräche.
Auch wenn die Arbeit der Dienststelle nun ende, werde man die Bildungsarbeit in der kirchlichen Arbeit weiter verwurzeln.

Der Nachmittag in Wiesloch am 18.4.2026 gab einen kleinen Eindruck davon, wie vernetzt und vielfältig die Arbeit der Erwachsenenbildung unter der Leitung von Doris Eckel-Weingärtner sich entwickelt hatte. Dankbar verabschiedeten sich die Gäste von ihr.

Dr. Beate Schmidtgen, Landesstelle für Erwachsenenbildung und Geschlechterdialog und Dr. Michael Lipps, Lehrbeauftragter für TZI am Ruth-Cohn-Institute International würdigten die Arbeit in der EEB Rhein-Neckar-Süd, bevor unter musikalischen Klängen von Markus Ritz , Chorleiter und Organist der Katholischen Seelsorgeeinheit der Gang zum Büffet eröffnet wurde.
In vielen Gespräche wurden zahlreiche Erinnerungen voller Dankbarkeit ausgetauscht.


  

Fotos: Ellen Müller