Evangelische Kirchengemeinden beschließen Fusion

„Man konnte gerade die Steine von den Herzen Ihrer Pfarrerinnen, Pfarrer, Diakoninnen und Diakone poltern hören“, kommentierte Dekanin Katharina Treptow-Garben das Ergebnis des Abends: Die evangelischen Kirchengemeinden Brühl, Eppelheim, Ketsch, Oftersheim, Plankstadt und Schwetzingen votierten am 21. Oktober in überwältigender Mehrheit für eine Vereinigung zu einer neuen, großen Kirchengemeinde. Die Fusion wird am 1. Januar 2027 vollzogen werden.

Vorausgegangen war ein Abend, den Herwig Huber als KGR-Vorsitzender von Eppelheim und Hausherr eröffnete. „Am Anfang der letzten Amtszeit, vor sechs Jahren, hätte ich das nicht geglaubt, was wir heute hier tun wollen“, begrüßte er die 60 Kirchengemeinderätinnen und -räte und die Mitglieder der Dienstgruppe NordWest, die sich in Eppelheim getroffen hatten. In ihrem anschließenden theologischen Impuls würdigte Dekanin Treptow-Garben die verschiedenen Tempi, die individuellen Bedenken, die Vorauseilenden und die Vorsichtigen; und blickt hoffnungsvoll nach vorne. In Bezug auf 2. Kor 9,6 sagte sie: „Jetzt ist die Zeit, kräftig mit allem zu säen, was wir haben, damit wir im Segen ernten können.“
 
Nach einer kurzen Vorstellung des Fusionsbeschlusses und des Letter of intent, beides Ergebnisse von jahrelanger Vorbereitung, sowie Dankesworten an die besonders engagierten in der Dienstgruppe und dem Strukturausschuss, gingen alle Kirchengemeinderäte in eigene Räume, um zu beraten und zu beschließen. Bei der anschließenden öffentlichen Verkündigung der Abstimmungsergebnisse war die Anspannung zu spüren und umso kräftiger entlud sich die Freude, als klar wurde: alle haben zugestimmt, die meisten sogar einstimmig.
 
Danach gab es aufbauende und feierliche Abschlussworte durch Dekanin Treptow-Garben, knallende Sektkorken und viele gute Gespräche, Austausch und Freude, sodass sich einige in die Arme fielen.