Gottesdienst zur Verabschiedung von Christine Wolf

- 18.07.2025 - 

Mit herzlichem Dank für 20 Jahre im Schuldekanat

 
Unsere Schuldekanin geht "von Bord"

  
Voll besetzt war die Dreifaltigkeitskirche in St. Ilgen am Freitag Abend. Es gab viel Lachen, aber auch viel Wehmut bei den Gästen des Gottesdienstes zur Verabschiedung von Schuldekanin Christine Wolf. Rektorinnen und Rektoren der Schulen im Bezirk, Kolleginnen und Kollegen, Schuldekaninnen und -dekane, alte Weggefährten, der Bezirkskirchenrat, die alte und die neue Dekanin, Religionslehrerinnen und - lehrer - alle waren gekommen, um im Gottesdienst Dank zu sagen für das segensvolle Tun von Christine Wolf.

Unter festlichen Bläser- und Orgelklängen des Bezirksbläserkreises unter Sven Ebbinghaus und Bezirkskantor Paul Hafner zog sie mit dem Bezirkskirchenrat ein. Die Vorsitzende des Kirchengemeinderates Susanne Flory begrüßte die Anwesenden.

Es galt, Danke zu sagen in diesem Gottesdienst. Christine Wolf schilderte in ihrer Predigt selbst, wofür sie dankbar ist. Etwa wie sie beim Abiball im Schwetzinger Hebelgymnasium mit Blumen überrascht wurde und spontan eine "kleine Predigt" gehalten habe. "Die Zukunft wird geschehen".  Christine Wolf ist überzeugt, dass wir aufgerufen sind, sie mutig mitzugestalten. Das möchte sie nicht nur ihren Schülerinnen und Schülern mit auf den Weg geben. Es sei immer Bewegung in der Sache Gottes und seiner Menschen. 

"Ich werde immer wieder betonen, welche gute Gabe wir als Kirche für unsere Welt anbieten können," erzählte sie begeistert von ihrem Glauben, der das Herz weit mache. Gottes Zusage stehe für alle Menschen. Jesus lege sein Licht auch in unsere Dunkelheiten. Sie forderte die Gottesdienstbesucher auf, gemäß der Jahreslosung alles zu prüfen und das Gute zu behalten. Wir sollen dem Geist zutrauen, dass er wirkt.

"Legt Eures dazu, bleibt menschenfreundlich und lebensfröhlich, und verändert, wo es notwendig ist." Man müsse mutig und auch mal gegen die Norm unterwegs sein, die Welt könne manchmal ver-rückt sein. Sie erzählte auch davon, wie sie Religionslehrerinnen und- lehrer immer mit dem folgenden Bibelwort für den Dienst eingesegnet habe. "Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein." Die Menschen seien durch Gottes Zusage richtig, so wie sie sind und können deshalb für andere zum Segen werden. 

Vom Segen ihres Wirkens erzählte Oberkirchenrat Wolfgang Schmidt, der betonte, dass der Bezirk Frau Wolf gehen lassen müsse, wolle aber auch solle.
Wir müssen auf deine Gaben und Fähigkeiten hier in der Region verzichten. Wir wollen dich hier heute verabschieden mit großer Dankbarkeit und würdigen, dass eine gesegnete Zeit zum Abschluss kommt. Wir sollen respektieren, dass du gute Gründe hast, die letzten Dienstjahre im ständigen Vertretungsdienst zu verbringen."

Ihre ehemalige Kollegin Dekanin Annemarie Steinebrunner und die neue Dekanin Katharina Treptow-Garben segneten zusammen mit Wolfgang Schmidt Christine Wolf für ihre neuen Aufgaben, nachdem sie "entpflichtet" worden war. 

"Eine tolle Zeit geht zu Ende", erzählt Katharina Treptow-Garben bei den Grußworten nach dem Gebet. Die Handynummer von Christine Wolf sei in den letzten beiden Jahren unter den Favoriten in ihrem Handy gewesen. Sie könne sich keine bessere Begleitung wünschen. Sie habe soviel von ihr gelernt für ihren neuen Dienst als Dekanin. 

Schulamtsleiter Frank Schäfer bedankte sich für eine "wirklich gute Zusammenarbeit". Christine Wolf sei eine verlässliche Partnerin gewesen beim Einsatz der Lehrkräfte im Religionsunterricht. Er lobte ihre empathische Art und Weise und die vielen pragmatischen Lösungen, die immer wieder gefunden wurden. "Wir machen das für die Menschen". Das sei ihnen beiden immer klar gewesen.

Für den Bezirkskirchenrat sprach Dr. Holger Lehmann, der betonte, dass die Arbeit für den Kirchenbezirk wohl einzigartig sei. Keiner könne es als Selbstverständlichkeit annehmen, dass sich eine Schuldekanin in so engagierter Weise um alle Belange des Bezirks, auch jenseits der schulischen, kümmere. Nach den Worten von Christine Wolf sei die Mitarbeit im Leitungsgremium des Kirchenbezirks keine Kür, sondern Pflichtprogramm. "Ich muss sagen", ergänzte Holger Lehmann, "ich habe selten jemanden erlebt, der ein Pflichtprogramm mit soviel Freude und Präsenz wahrgenommen hat." 

Die katholische Kollegin Valeria Linder berichtete auch von der guten Einarbeitung mit Frau Wolf. Ihre gemeinsame Leidenschaft, das Bücher lesen, habe sie darüber hinaus verbunden. Mit Erzählungen aus Büchern schilderte sie die Nöte von Jugendlichen, die im Religionsunterricht Platz haben sollten. Die ökumenische Zusammenarbeit zeigte sich vor allem in den gemeinsamen Religionspädagogischen Tagen für die Lehrkräfte.

Die Schuldekaninnen und Schuldekane verabschiedeten in guter Tradition die Kollegin mit einem Lied aus ihrer Mitte, bevor alle auf dem Vorplatz der Kirche lange zusammen standen und erzählten Geschichten aus 20 Jahren mit Schuldekanin Christine Wolf in der Südlichen Kurpfalz.

"Unsere" Schuldekanin geht von Bord, so sagte Holger Lehmann. Wünschen wir ihr viel Segen und Geistkraft für die neue Fahrt an andere Orte. Danke, Christine Wolf! 
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Quelle: Elke Piechatzek

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Fotos und Text: Elke Piechatzek