Mal groß, Mal klein - aber immer wertvoll
Frauen aus dem Evangelischen Kirchenbezirk Südliche Kurpfalz pilgerten in Leimen
Mal groß, Mal klein fühlten sich die Pilgerinnen aus dem Evangelischen Kirchenbezirk Südliche Kurpfalz, die sich am 5.7. 2025 in Leimen gemeinsam auf den Weg gemacht hatten.

Das Team der Bezirksfrauenarbeit, Eva Fries und Beate Günther, hatten unter dem Motto GEHEN:SEHEN:INS GESPRÄCH KOMMEN Impulse und Achtsamkeitsübungen vorbereitet, um im kühlen Wald die Welt aus verschiedenen Perspektiven zu erleben.
So versetzte zum Beispiel der Blick auf die Wichtelwelten am Wegesrand den kleinen Trupp im Alter zwischen 14 und 60 in Riesinnen. Eva Fries erinnerte in ihrem Impuls daran, dass Gott sein Zutrauen in uns setzt: “Wir sind Teil in seinem Team, wir dürfen und können sein Reich gestalten.” Dabei sei es sinnvoll, auch Mal “heraus-zu-zoomen", um den Überblick zu behalten.
Waren die Pilgerinnen eben noch Riesen, so schienen sie im Angesicht des Panoramablicks auf die weite Rheinebene geschrumpft. Sich klein in dieser weiten Welt zu fühlen und das eigene Handeln als zu unwichtig zu empfinden im Blick auf das Geschehen um uns, wirft oft Fragen auf: Bin ich weniger wert? Kann ich weniger bewirken, nur weil die Aufgabe so groß erscheint? Die Erinnerung daran, dass wir es nicht allein, sondern viele kleine Leute in viele kleinen Schritten tun, hilft in die eigene Wertschätzung zurückzufinden.
Dass die Pilgerinnen am gleichen Punkt stehen und das gleiche Motiv haben können, aber dennoch unterschiedliche Bilder entstehen, erlebten die Frauen bei einer der Achtsamkeitsübungen von Beate Günther. Das ist manchmal – zum Beispiel in der Gruppen-Arbeit - durchaus verwirrend. Denn manche Details scheinen aus der einen Perspektive wichtiger als andere. Auch hier hilft herauszoomen den Fokus zu behalten ebenso, wie unterschiedliche Ansichten wertfrei zu betrachten.
Was sonst unterwegs den Blick auf sich zog sammelten die ein und ließen damit am Ende des Pilgerwegs ihre kleine Reise Revue passieren. Sie legten drückende Steine aus dem Schuh, heilende Brennnesselblätter, störenden Müll, schöne Steine, einen Stolper-Ast und Beeren zu einem Mandala. Und es gab sogar eine Kollekte: Die Pilgerinnen gaben dem Bezirksfrauen-Team ihre Ideen für Frauen-Formate mit. Diese waren Ihnen eingefallen, als sie unterwegs in einem kleinen Haus mit Nachthimmel nach den Sternen gegriffen hatten. Spoiler-Alarm: Ein Cocktailabend ist in Planung.
Foto und Text: Beate Günther



