Gottesdienste zum Ende des Schuljahres

Karlsruhe, (16.07.2020). Am Ende des Schuljahres werden Schülerinnen und Schüler in der Regel mit einem Schulgottesdienst in die Ferien verabschiedet. In diesem Jahr ist das in gewohnter Weise nicht möglich. Für die vielen verschiedenen Voraussetzungen und Möglichkeiten vor Ort haben die Schuldekaninnen und Schuldekane der Evangelischen Landeskirche in Baden gemeinsam mit dem Religionspädagogischen Institut unterschiedliche Bausteine und Ideen erarbeitet.

In der Evangelischen Elisabeth-von-Thadden Schule in Wieblingen feiern die Abiturienten/innen, die einzelnen Klassen und die Lehrkräfte jeweils ihre eigenen Gottesdienste bzw. liturgischen Abschlüsse und am Ende gibt es einen live gestreamten Gottesdienst. In der Evangelischen Jakobus-Gemeinschaftsschule in Karlsruhe wird es voraussichtlich eine gemeinsame Abschlussfeier auf dem großzügigen Außengelände geben. Alle Schüler müssen dazu einen Regenschirm mitbringen, um das Abstandhalten zu erleichtern. Die Akteure sind auf den Balkonen des Schulgebäudes über mehrere Etagen verteilt.
 
„Die Schulgottesdienste werden in diesem Jahr unter Corona-Bedingungen vollkommen anders gefeiert als üblich und jede Schule hat ihre eigenen Voraussetzungen, um die Schutzkonzepte für Schule und für Gottesdienste einzuhalten“, so Uwe Hauser, Leiter des Religionspädagogischen Instituts (RPI) der Landeskirche. „In der Runde der badischen evangelischen Schuldekaninnen und Schuldekane wurde deshalb darüber nachgedacht, wie man ein solch ungewöhnliches Schuljahr gut beenden kann.“
 
Herausgekommen sind Ideen und Anregungen, auf die Schulen am Ende des Schuljahres zurückgreifen dürfen. Beispielsweise Bausteine, die in kleineren Gruppen im Klassenzimmer, auf dem Schulhof oder dem Sportplatz verwendet werden können. „So kann jede Schule das Programm zusammenstellen, das passt, und mit eigenen Ideen ergänzen“, so Hauser. Alle Schulformen und Altersgruppen – von der Grundschule über Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) bis hin zur Sekundarstufe II – wurden dabei bedacht. Für die Grundschule entstanden außerdem Aufnahmen von Liedern eines Ad-hoc-Chors in Weinheim, die eingespielt werden können, da lautes Mitsingen im Gottesdienst derzeit nicht möglich ist. Für die Sekundarstufen I und II wurde in Südbaden eigens ein halbstündiger Film gedreht. „Der Film soll das transportieren, was im Idealfall ein Schulabschlussgottesdienst leistet“, so Heide Reinhard, Schuldekanin in Emmendingen. „Schulgottesdienste sind ein Beitrag zur Schulgemeinschaft. Sie helfen dabei, einen guten, stärkenden gemeinsamen Abschluss für das zurückliegende Schuljahr zu gestalten. Sie sind ökumenisch offen und sprechen durch Musik und verschiedene Aktionen auch die Gefühlsebene an.“
 
Im Film kommen mehrere Jugendliche, aber unter anderem auch der Trainer des SC Freiburg, Christian Streich, zu Wort. Passend zur Grundfrage „Was trägt, was gibt Hoffnung?“ greift der Film auch den Song der Gruppe Scorpions „Sign of Hope“, der in der Coronazeit entstanden ist, mit auf.
 
„In diesem ausgefransten Schuljahr gibt es oft keinen gemeinsamen Abschluss an Schulen. Für viele endet das Schuljahr in unterschiedlichen Lerngruppen an unterschiedlichen Tagen zu unterschiedlichen Zeiten“, stellt Schuldekanin Reinhard fest.
„Die zusammengestellten Materialien sollen Schulen dabei unterstützen, für die Schülerinnen und Schüler auch in diesem Schuljahr einen guten und zuversichtlichen Abschluss zu finden“, so Uwe Hauser.
 
Alle Materialien, die das RPI für den Schulabschluss zusammengestellt hat, finden sich unter www.rpi-baden.de – Schulgottesdienste
 
  

Alexandra Weber

Stellvertretende Pressesprecherin