Landesbischof schickt Gruß zum Pessachfest
„Die Not trifft uns gemeinsam in Tagen, in denen wir in besonderer Weise die Gewissheit feiern, dass Gottes lebensschaffende Kraft stärker ist als alles, was uns auf dieser Welt binden und ängstigen kann.“ Pessach und Ostern seien für den jüdischen und christlichen Glauben wunderbare Widerworte Gottes gegen alle Drohungen dieser Welt, so Cornelius-Bundschuh.
In diesem Jahr würden die Feste ohne Festjubel und ohne Versammlung der Glaubensgemeinschaft stattfinden. „Umso notwendiger ist unsere innere Einkehr, die glaubt, dass dem ‚Brot des Elends‘ und dem Bitterkraut der Knechtschaft auf dem Passatisch die Becher der Befreiung und Erlösung folgen. Um dieses Geheimnis ringt auch der christliche Glaube: dass im Kelch des Leidens der Kelch des Heils verborgen ist.“
Gerade in diesem Jahr mit seinen einschneidenden und bedrohlichen Erfahrungen, zu denen auch der Antisemitismus zähle, werde der Satz aus der Passaliturgie wichtig: „Jede Generation erachte sich so, als sei sie selbst aus Ägypten befreit worden!“. Der Satz sei keine Reminiszenz an eine graue Vorzeit, sondern „lebendige Er-Innerung im Sinne eines Wiederherein-Holens in das Innerste unserer Existenz und eine große Verheißung, ein Angeld auf eine Zukunft in Freiheit und Gerechtigkeit.“
Quelle: Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh - eingebettet von www.ekiba.de



