Der Strategieprozess ekiba2032 in der Südlichen Kurpfalz geht in die entscheidende Phase
ekiba 2032 : Infoabend Gebäudeampel und Bezirksstellenplan
Der Bezirkskirchenrat hat einen Erstentwurf erstellt für die Umsetzung der Gebäudeampel und des Bezirksstellenplans.
Am Donnerstag, 12. Januar 2023 gab es für alle Kirchenältesten, Vorsitzende der Gemeindeversammlungen und Mitglieder des Bezirkskonvents eine Informationsveranstaltung in Oftersheim über diesen Entwurf.
Informationsabend zum Erstentwurf
Gebäude- und Personalplanung am 12.1.2023
in der Evangelischen Kirche in Oftersheim
Gebäude- und Personalplanung am 12.1.2023
in der Evangelischen Kirche in Oftersheim
Als Naturwissenschaftler erlauben sie mir zu sagen: „Das Thema ist komplex und hochgradig mehrdimensional“- Dr. Holger Lehmann, Kirchenältester aus Walldorf und Bezirkskirchenrat beginnt am Donnerstag abend in der Oftersheimer Kirche den Informationsabend für alle Kirchenältesten der Südlichen Kurpfalz mit Erläuterungen zum Strategieprozess ekiba2032.
Mehr als ein Jahr dauern sie bisher, die Überlegungen zu einer zukünftigen Verteilung von Ressourcen für die Evangelische Kirche in der Region. „Es geht um Zahlen –aber es geht eben auch und vor allem um Menschen, um Gemeindemitglieder, um Christen, um unsere christliche Gemeinschaft.“
Gebäudeampel
Klimagerechte Kirchen und Gemeindehäuser bis 2040 zu finanzieren, das ist eine der Herausforderungen des Prozesses ekiba 2032. 1960 fand die kirchliche Arbeit in der Evangelischen Landeskirche Baden in 1300 Gebäuden statt bei 1,3 Millionen Mitgliedern.
Heute 2023 – bei 1,1 Mio. Mitgliedern gibt es 2100 Gebäude zu bewirtschaften.
Bei einem zu erwartenden Mitgliederschwund von fast 50% bis 2060 sind diese Gebäude einfach nicht mehr zu finanzieren. Dekanin Annemarie Steinebrunner nennt den Anwesenden die genauen Zahlen.
„Im Kirchenbezirk Südliche Kurpfalz gibt es zur Zeit 45 Kirchen und Gemeindehäuser.
Bei fünf Kirchen besteht eine mehr als 70% tige Baulast der Stiftung Schönau. Diese Kirchen bekommen automatisch die Farbe hellgrün und werden vom Bezirk nicht mehr klassifiziert.
Von den 40 verbleibenden Gebäuden in unserm Bezirk bekommen 15 die Farbe grün. Das bedeutet: diese Gebäude sollen langfristig gehalten werden. Sie sollen attraktiv sein, energetisch saniert und vielfältig genutzt werden. Grüne Gebäude werden weiter von der Landeskirche mitfinanziert. 13 Gebäude müssen die Farbe „rot“ bekommen. Rot bedeutet, dass diese Gebäude nicht mehr von der Landeskirche mitfinanziert werden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit roten Gebäuden umzugehen: andere Finanzierungskonzepte, Kooperationspartner finden (ökumenisch, kommunal). Oder verwerten oder verkaufen.“
Stellenplanung
Die Kürzungen im Personalbereich werden kommen. Darin sind sich Lehmann und Steinebrunner bei ihren Ausführungen einig. Die Reduzierungen erstrecken sich über einen Zeitraum von 2026 bis 2036.
Die Kürzungen im Personalbereich werden kommen. Darin sind sich Lehmann und Steinebrunner bei ihren Ausführungen einig. Die Reduzierungen erstrecken sich über einen Zeitraum von 2026 bis 2036.
Bis zum Januar 2026 müssen von den 29,5 Pfarrstellen 1,5 Stellen gekürzt werden. Bis Januar 2032 erfolgt eine weitere Reduzierung um 3 Stellen, bis Januar 2036 noch einmal eine Reduzierung um 3 Stellen, dann sind wir bei 22 Pfarrstellen. Für die Diakon:innenstellen soll eine Kürzung von 10,25 auf 7,5 Stellen bis 2036 erfolgt sein.
Im Bereich Stellenplanung ist eine andere Thematik ebenso schwerwiegend.
„Selbst, wenn wir alle Stellen wieder ausschreiben könnten, es gäbe auf einige wahrscheinlich noch nicht einmal eine Bewerbung…“ schildert Lehmann das zu erwartende Nachwuchsproblem bei kirchlichen Berufen.
Kooperation als Weg in die Zukunft
Deshalb ist es wichtig in Kooperationsräumen die kirchliche Arbeit anders aufzuteilen.
Vier Kooperationsräume wird es geben. Die geplanten Personalzahlen für die jeweilige Region werden zusammen mit der Gebäudebewertung den Besuchern in der Oftersheimer Kirche vorgestellt.
„Dieser Entwurf ist nicht „in Stein“ gemeißelt“, betont Dekanin Steinebrunner. „Vor dem Sommer wird es auch keine letztgültige Entscheidung geben, weil wir dann erst die regionalen Visitationen in allen vier Kooperationsräumen hatten und wissen, welche Ziele sich die Gemeinden in der regionalen Zusammenarbeit gesetzt haben und was dafür gebraucht wird.“
Deshalb ist es wichtig in Kooperationsräumen die kirchliche Arbeit anders aufzuteilen.
Vier Kooperationsräume wird es geben. Die geplanten Personalzahlen für die jeweilige Region werden zusammen mit der Gebäudebewertung den Besuchern in der Oftersheimer Kirche vorgestellt.
„Dieser Entwurf ist nicht „in Stein“ gemeißelt“, betont Dekanin Steinebrunner. „Vor dem Sommer wird es auch keine letztgültige Entscheidung geben, weil wir dann erst die regionalen Visitationen in allen vier Kooperationsräumen hatten und wissen, welche Ziele sich die Gemeinden in der regionalen Zusammenarbeit gesetzt haben und was dafür gebraucht wird.“
Nach den einführenden Worten begeben sich die Verantwortlichen in ihre Gesprächsrunden in die jeweiligen Kooperationsräume. Mitglieder der Strategiegruppe und des Bezirkskirchenrates stellen sich den Fragen und Anliegen aus allen Kirchengemeinden.
Die „rot“ bewerteten Gebäude, die Unsicherheit bei „gelber“ Bewertung. Die doch stark reduzierte Anzahl von Hauptberuflichen auf den vorgelegten Plänen – das wirft Fragen auf und entsetzt auch einige Anwesende. „Wir können es anders nicht mehr bezahlen,“ wirft ein Mitglied der Strategiegruppe ein. Es ist allen bewusst, wie schmerzhaft diese Einschnitte sein werden.
Immer wieder ist er zu hören, der Satz:
„Wir müssen für die Region denken und nicht nur für die eigene Gemeinde.“
Jede Kirchengemeinde wird weiterhin ein Gesicht haben, sprich eine Ansprechperson vor Ort.
In jeder Region wird ein großes Gemeindehaus bleiben. Diakoninnen und Diakone werden stärker in der Region arbeiten, aber dennoch in einer Kirchengemeinde verortet sein.
Die Generationen unter den Anwesenden reagieren unterschiedlich auf die Herausforderungen der gekürzten Zahlen. Junge Kirchenälteste erzählen eher von Chancen, die eine überregionale Arbeit bietet. In einigen Regionen sind Jugendliche es gewohnt, in andere Ortschaften zu fahren. Sie begegnen sich sowieso in derselben Schule. Ältere dagegen haben eine langjährige Bindung zu ihrer Kirche am Ort. Da wurde Zeit und Liebe in die eigene Gemeinde investiert und die Kirchengebäude sind für viele Menschen eng mit ihrer Heimat und Lebensgeschichte verbunden.
Die Gespräche sind ernst und verantwortungsvoll.
Die Entwurfszahlen sind nun auf dem Tisch. Jede Region hat die Möglichkeit innerhalb der Parameter eines Kooperationsraumes Änderungen vorzuschlagen.
Wichtig bleibt, den gesetzten Rahmen der Landeskirche einzuhalten.
In den nächsten Monaten werden unterschiedliche Gespräche stattfinden, bevor Ende 2023 der mit allen besprochene Plan an die Landeskirche weitergegeben wird.
Schuldekanin Christine Wolf gibt am Ende der Gespräche Ausblick auf die weiteren Schritte, die mit einer Bezirkssynode am 11.11.2023 enden werden.
Der Glaube gibt Orientierung und Christen brauchen Gemeinschaft. In welchen Gebäuden kirchliches Leben stattfindet ist wichtig, aber eben nicht alles entscheidend. Die ehrenamtlich und hauptamtlich Mitarbeitenden machen sich gemeinsam auf den Weg, um Kirche auch 2032 zukunftsfähig und finanzierbar zu gestalten.
Die „rot“ bewerteten Gebäude, die Unsicherheit bei „gelber“ Bewertung. Die doch stark reduzierte Anzahl von Hauptberuflichen auf den vorgelegten Plänen – das wirft Fragen auf und entsetzt auch einige Anwesende. „Wir können es anders nicht mehr bezahlen,“ wirft ein Mitglied der Strategiegruppe ein. Es ist allen bewusst, wie schmerzhaft diese Einschnitte sein werden.
Immer wieder ist er zu hören, der Satz:
„Wir müssen für die Region denken und nicht nur für die eigene Gemeinde.“
Jede Kirchengemeinde wird weiterhin ein Gesicht haben, sprich eine Ansprechperson vor Ort.
In jeder Region wird ein großes Gemeindehaus bleiben. Diakoninnen und Diakone werden stärker in der Region arbeiten, aber dennoch in einer Kirchengemeinde verortet sein.
Die Generationen unter den Anwesenden reagieren unterschiedlich auf die Herausforderungen der gekürzten Zahlen. Junge Kirchenälteste erzählen eher von Chancen, die eine überregionale Arbeit bietet. In einigen Regionen sind Jugendliche es gewohnt, in andere Ortschaften zu fahren. Sie begegnen sich sowieso in derselben Schule. Ältere dagegen haben eine langjährige Bindung zu ihrer Kirche am Ort. Da wurde Zeit und Liebe in die eigene Gemeinde investiert und die Kirchengebäude sind für viele Menschen eng mit ihrer Heimat und Lebensgeschichte verbunden.
Die Gespräche sind ernst und verantwortungsvoll.
Die Entwurfszahlen sind nun auf dem Tisch. Jede Region hat die Möglichkeit innerhalb der Parameter eines Kooperationsraumes Änderungen vorzuschlagen.
Wichtig bleibt, den gesetzten Rahmen der Landeskirche einzuhalten.
In den nächsten Monaten werden unterschiedliche Gespräche stattfinden, bevor Ende 2023 der mit allen besprochene Plan an die Landeskirche weitergegeben wird.
Schuldekanin Christine Wolf gibt am Ende der Gespräche Ausblick auf die weiteren Schritte, die mit einer Bezirkssynode am 11.11.2023 enden werden.
Der Glaube gibt Orientierung und Christen brauchen Gemeinschaft. In welchen Gebäuden kirchliches Leben stattfindet ist wichtig, aber eben nicht alles entscheidend. Die ehrenamtlich und hauptamtlich Mitarbeitenden machen sich gemeinsam auf den Weg, um Kirche auch 2032 zukunftsfähig und finanzierbar zu gestalten.
Dekanin Annemarie Steinebrunner lud ein:
Liebe Kirchenälteste, liebe Mitglieder des Bezirkskonvents,
der Bezirkskirchenrat hat einen Erstentwurf erstellt für die Umsetzung der Gebäudeampel und des Bezirksstellenplans.
Die Strategiegruppe hat viel vorgearbeitet
und wir danken den Mitgliedern sehr für das große Engagement.
Die Strategiegruppe hat viel vorgearbeitet
und wir danken den Mitgliedern sehr für das große Engagement.
Hiermit informiere ich Sie über die konkreten weiteren Schritte.
Am Donnerstag, 12. Januar 2023 wird es für alle Kirchenältesten, Vorsitzende der Gemeindeversammlungen und Mitglieder des Bezirkskonvents eine Informationsveranstaltung über den Erstentwurf geben (19.30 Uhr in Oftersheim, Eichendorffstraße 1a).
Wir werden in der Veranstaltung am 12.1.2023 zunächst den gesamten Erstentwurf für den Kirchenbezirk und die zugrunde gelegten Kriterien vorstellen. Danach teilen wir uns in die vier Regionen auf und sprechen mit Ihnen darüber, was das für Ihre Region bedeutet.
Die ersten Monate des Jahres (bis zum 1.4.2023) haben Sie dann Zeit, sich in den Gemeinden und Regionen auszutauschen, ob der Erstentwurf so für Sie nachvollziehbar ist oder Sie innerhalb der Rahmenbedingungen andere Vorschläge haben.
Im Anhang finden Sie die Roadmap für das gesamte nächste Jahr mit den einzelnen Schritten bis hin zum endgültigen Beschluss der Gebäudeampel und des Bezirksstellenplans Ende 2023.
Sie alle bekommen den Erstentwurf mit zusätzlichen Informationen schriftlich bis zum 10.1.2023 per Mail, also noch vor der Informationsveranstaltung am 12.1.2023.
Gemeinsam unterwegs - und Gott ist dabei. Das gilt. Und es wird weiter ein gemeinsames Ringen sein, mit den Kürzungsvorgaben so umzugehen, dass Sie in den Gemeinden und Regionen arbeitsfähig bleiben und die gute Botschaft Gottes vielfältig weitergeben können.
Wir sind in der Advents- und Weihnachtszeit. Das neue Kirchenjahr hat begonnen, in der Dunkelheit scheint ein Licht, die Hoffnung bricht auf, Gottes Liebe wird greifbar. Gott in diesem Kind in der Krippe, ganz nah bei uns. Unsere Sorgen und Nöte erscheinen in einem anderen Licht.
Ihnen allen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit.
Herzliche Grüße,
für den Bezirkskirchenrat
Annemarie Steinebrunner






