Strategiegruppe und BKR bei ihren Treffen
Strategiegruppe des Kirchenbezirks und Bezirkskirchenrat mitten im Prozess ekiba2032
Freitag abend 21.10. 2022 im Oftersheimer Gemeindehaus. Vier Stunden gemeinsame Arbeitssitzung, das dritte Mal trifft sich der Bezirkskirchenrat mit der Strategiegruppe.
Die Moderatoren Ellen Hornung und Sebastian Carp leiten wie gewohnt den Abend.
Worum geht es?
Die Moderatoren Ellen Hornung und Sebastian Carp leiten wie gewohnt den Abend.
Worum geht es?
Große Plakate liegen auf vier Tischen: Wie kann das aussehen mit den Gebäuden in Zunkunft?
Wo sind bisher Kirchen, Gemeindehäuser, Kindertagesstätten. Wieviele Menschen arbeiten als Pfarrer:in oder Diakon:in an welchen Aufgaben?
Wo sind bisher Kirchen, Gemeindehäuser, Kindertagesstätten. Wieviele Menschen arbeiten als Pfarrer:in oder Diakon:in an welchen Aufgaben?
Der Prozess ekiba2032 verlangt viel von ehrenamtlichen und hauptberuflichen Mitarbeitenden. Es geht um ein Zukunftsbild, das jeden und jede selbst betrifft bei der heutigen Arbeit. Da sind Erfahrungen vor Ort und viele Geschichten, die man mit diesen Plakaten verbindet.
Klebepunkte in rot, gelb und grün. Die Gebäudeampel soll festlegen, welche Gebäude langfristig Bestand haben werden und klimagerecht erhalten bleiben. Andere Gebäude können nicht auf Dauer nur mit Kirchensteuermitteln erhalten werden.
Wird es neue Nutzungskonzepte geben? Werden Kooperationspartner die Finanzierung weiter ermöglichen oder gilt es einfach zu realisieren, dass ein Gebäude nicht erhalten werden kann. Und wenn das eine der Kirchen im Ort trifft? Was dann? Wie wird es mit "roten Gebäuden" weiter gehen? Bauwiederherstellungswerte werden errechnet und sollen bei den neuen Zahlen eben realistisch mit den zu erwartenden Steuereinnahmen nach 2032 abgeglichen werden.
Festlegung der Zahlen
Im Prozess ekiba2032 geht es um eine Festlegung für Gebäude und Personalzahlen für eine Zukunft, in der weniger Menschen Mitglied einer Kirche sein werden, in der- nach dem Rentenbeginn der Boomerjahrgänge der Hauptamtlichen - auch weniger junge Kolleg:innen da sein werden, um Kirche vor Ort zu gestalten. 30% Kürzungen sind vorgesehen. Neue Bilder wird es geben. Kirchenbilder verändern sich seit 2000 Jahren. Sie verändern sich mit der Gesellschaft. Waren die 70 er Jahre des letzten Jahrhunderts geprägt von einem kirchlichen Vereinswesen und Gruppen und Kreisen, die es eben nur in der Kirche gab, so sind heute Kirchengemeinden Mitspieler auf dem Markt der vielfältigen Freizeitangebote, die individueller wahrgenommen werden. Corona hat vieles davon noch mehr in den digitalen Raum verlagert.
Kirchliche Arbeit neu zu denken ist nicht nur aus finanziellen Gründen notwendig.
Glaube soll auch in Zukunft Orientierung bieten und Kirchengemeinden bleiben Orte von Gemeinschaft, die Menschen miteinander verbindet.
Die Teilnehmenden der Arbeitssitzung besprechen die Folgen der neuen Planungszahlen für die jeweilige Region. In allen Regionen gab es Gespräche und Gebäudebesichtigungen.
Die Ergebnisse werden erzählt, bedacht und in die Entscheidung mit einbezogen.
Die Anwesenden hören zu, schauen nach den Zahlen, bewerten, suchen nach guten Modellen.
Jede Kirchengemeinde wird was abgeben, aber jede Region wird auch was gewinnen.
In jedem Ort gibt es ein Gesicht von Kirche.
Das sind zwei Leitsätze, die oft zu hören und zu lesen sind.
Für die vier Regionen des Bezirkes wird es neue Kooperationsformen geben, die nur gemeinsam betrachtet, Sinn ergeben.
Wie gut, dass durch die regionalen Visitationen in den Regionen das bereits eingeübt wird. Das einander Wahrnehmen und sich aufeinander Beziehen.
Der Abend in Oftersheim ist anstrengend, schon beim Zuschauen. Anstrengend beim Mitdenken. Niemand kann sagen, dass dieser Prozess Spaß macht, aber er gibt Zuversicht.
"Irgendwie typisch evangelisch"- denke ich so bei mir. Und das ist gut so.
Wir beziehen alle mit ein und nehmen uns viel Zeit, wir drehen Runden und denken nochmal nach. Wir hören zu, achten aufeinander und kommen gemeinsam zu einem Ergebnis, das zwar hart sein wird, aber eben auch mit vielen besprochen.
Abschied von alten gewohnten Bildern und sich miteinander Neues ausdenken.
So kann Evangelischen Kirche sich transformieren mit einer hohen Beteiligung und viel Mut.
Der Bezirkskirchenrat trifft sich zu einer zweitägigen Klausur im November. Anfang nächsten Jahres werden die Planungszahlen bei einem Treffen aller Ältestenkreise am 12.1.2023 vorgestellt und noch einmal im ersten Quartal 2023 in die Regionen zur Beratung geschickt.
Im Herbst 2023 werden die Ergebnisse bei der Bezirkssynode vorgestellt.
Text und Bilder: Elke Piechatzek














