Bericht ökumenisches Frauenfrühstück

Bericht ökumenisches Frauenfrühstück
Thema: Frauen um Dietrich Bonhoeffer (1906 – 1945)

Im Saal des katholischen Gemeindezentrums fand am Samstag, 14.03.2026 das
24. Ökumenische Frauenfrühstück mit der Dozentin Frau Dipl. Religionspädagogin Frau Dr. Adelheid von Hauff, die schon das zweite Mal in Sandhausen referierte, statt.
Über 70 Frauen waren gekommen, die Geschichten über die Frauen um Dietrich Bonhoeffer zu hören, gemütlich von dem reichhaltigen Frühstücksbuffet zu essen und sich gut zu unterhalten.
 
Zur Einleitung des Vortrages wurde das wohl bekannteste Lied von Dietrich Bonhoeffer
„Von guten Mächten“ von den Anwesenden gesungen, begleitet von Christine Ebbinghaus am Flügel.

Frau Dr. Adelheid von Hauff begann ihren Vortrag mit einem Zitat:
„Was hältst Du eigentlich von der Rolle der Frau in öffentlichen Angelegenheiten?“, fragt Emmi Bonhoeffer (1905-1991), die Schwägerin von Dietrich Bonhoeffer, ihren Schwiegervater. 
Karl Bonhoeffer antwortet: „O, sehr viel. Aber am besten immer über den Mann.“
Das Frauenbild des Vaters findet sich auch in Texten Dietrich Bonhoeffers. Es spiegelt aber keinesfalls die Frauen, die seinen Weg säumten. Sie waren gebildete selbstbewusste Frauen, die mit ihrer Eheschließung auf eine eigene Berufsausübung verzichteten, selbstverständlich ihre Rollen als Ehefrauen annahmen, diese geistreich ausfüllten und als Witwen tatkräftig die ihnen gestellten Aufgaben anpackten. 
Frau Dr. von Hauff berichtete über Bonhoeffers Großmutter, seine Mutter und seine 4 Schwestern.
Weiter über die Zeit bis zu Bonhoeffers Hinrichtung und über seine Verlobte Maria von Wedemeyer und deren Werdegang.
Sie sagte, gewiss suchte Maria in ihrer ersten großen Liebe einen mit ihrem Vater und Bruder vergleichbaren Mann. Vor allem aber suchte sie einen Menschen, der sie liebte. Bonhoeffer suchte eine gebildete Frau. Zugleich suchte er eine Partnerin, die seinem Ideal entsprach. Ob dieser sehr unterschiedlichen Vorstellungen ist es fraglich, ob die Liebe der beiden der Wirklichkeit standgehalten und ihre Ehe eine reale Chance gehabt hätte. 
Dietrich Bonhoeffer wurde am 09. April 1945 hingerichtet.
Die Referentin fasste zum Schluss zusammen: Ihr scheint, Emmi Bonhoeffer, am Anfang erwähnt, drückt mit der Bezeichnung „die Komplementärgaben der Frau ergänzen die Gaben des Mannes“ genau das aus, was dem „Frauen- und Männerbild“ Bonhoeffers entsprach. Mann und Frau werden darin „ein Fleisch“, dass sie einander ergänzen, ohne dass einer die je eigene Rolle des anderen beansprucht.
Die Anwesenden waren von den Ausführungen von Frau Dr. A. von Hauff sehr angetan und viele bedankten sich bei dem Team vom Ökumenischen Frauenfrühstück für die tolle Organisation und das phantastische Buffet.
Das nächste Ökumenische Frauenfrühstück findet am 21. November 2026 im evangelischen Gemeindehaus statt. Frau Pfarrerin Henriette Freidhof hält einen Vortrag über das Thema „Freundschaft“.
S. Kraft