Bezirkssynode Frühjahr 2025
Bericht der Synode am 9. Mai in Oftersheim über die Zukunft von Taufen, Hochzeiten und Bestattungen
"Kirchliche Tradition und den christlichen Glauben lebensdienlich ins Spiel bringen"

Oberkirchenrat Matthias Kreplin erklärt die neuen Lebensordnungen
Kirche verändert sich, die Zahl der Mitglieder schrumpft und dennoch gibt es bei sehr vielen Menschen das Bedürfnis bei wichtigen Lebensereignissen oder am Ende des Lebens, Segen zugesprochen zu bekommen.
"Segen braucht keinen Glauben, sondern nur die Bereitschaft zum Empfangen", davon ist zeigte sich Oberkirchenrat Matthias Kreplin in seinem Eingangsreferat bei der Synode überzeugt. Eine Segenshandlung sei immer auch eine Einübung in den Glauben.
"Segen braucht keinen Glauben, sondern nur die Bereitschaft zum Empfangen", davon ist zeigte sich Oberkirchenrat Matthias Kreplin in seinem Eingangsreferat bei der Synode überzeugt. Eine Segenshandlung sei immer auch eine Einübung in den Glauben.
Sind wir bereit Segen freigiebig auszuteilen? Vieles habe sich in der Kirche verändert. Niemand müsse mehr beim örtlichen Pfarramt um einen Entlass-Schein bitten, um woanders an einer kirchlichen Segensfeier teilzunehmen.
Paten oder Eltern sind oft nicht mehr Kirchenmitglieder, auch trauwillige Paare gehören häufig nicht mehr der Kirche an und Angehörige wünschen sich auch für Familienmitglieder, die aus der Kirche ausgetreten sind, eine kirchliche Bestattung.
Es werden andere Orte als Kirchen gewünscht, um sich segnen zu lassen. Seetaufen oder Hochzeiten unter freiem Himmel sind längst Praxis in der Kirche.
All dem soll nun Rechnung getragen werden, durch eine Revision der Lebensordnungen, wie die Rechtsvorschriften der Landeskirche Baden heißen. Die Synode befasste sich am vergangenen Freitag in der Oftersheimer Kirche mit drei dieser Lebensordnungen.
Paten oder Eltern sind oft nicht mehr Kirchenmitglieder, auch trauwillige Paare gehören häufig nicht mehr der Kirche an und Angehörige wünschen sich auch für Familienmitglieder, die aus der Kirche ausgetreten sind, eine kirchliche Bestattung.
Es werden andere Orte als Kirchen gewünscht, um sich segnen zu lassen. Seetaufen oder Hochzeiten unter freiem Himmel sind längst Praxis in der Kirche.
All dem soll nun Rechnung getragen werden, durch eine Revision der Lebensordnungen, wie die Rechtsvorschriften der Landeskirche Baden heißen. Die Synode befasste sich am vergangenen Freitag in der Oftersheimer Kirche mit drei dieser Lebensordnungen.
Sind kirchliche Segenshandlungen auch missionarische Anlässe, um Menschen mit der Kirche erst bekannt zu machen? Kann die Kirche in Zukunft auf diese Weise gute Erfahrungen mit ihr ermöglichen? Was ist mit einer Familie, die sich den Segen für ihr Kind wünscht, aber weder Eltern noch Paten sind in der Lage, das Versprechen einer christlichen Erziehung abzugeben? Ist es dann nicht Aufgabe der Kirche, diese Kinder zu begleiten? Wer begleitet Angehörige, wenn die Verstorbenen nicht mehr der Kirche angehören? Und wie ist das mit Paaren, die sich einen kirchlichen Segen wünschen, ohne Kirchenmitglieder zu sein?
Es wurde theologisch diskutiert, es gab viel Neugierde für neue Formen, aber es gab auch Bedenken bei den Synodalen, ob nicht der Anreiz in der Kirche zu bleiben mit allzu großer Öffnung verloren ginge. Einig waren sich alle darin, dass biblische Texte die Grundlage für kirchliche Segenshandlungen sein sollen. Einigkeit herrschte auch darüber, dass es keine Zugangsvoraussetzungen für den Segen geben solle.
Aber natürlich sind engere Haushalte und Personalressourcen auch ein Thema, das es zu bedenken gilt, damit die Gemeinde und die Kirchenmitglieder gut versorgt sind.
Es wurde theologisch diskutiert, es gab viel Neugierde für neue Formen, aber es gab auch Bedenken bei den Synodalen, ob nicht der Anreiz in der Kirche zu bleiben mit allzu großer Öffnung verloren ginge. Einig waren sich alle darin, dass biblische Texte die Grundlage für kirchliche Segenshandlungen sein sollen. Einigkeit herrschte auch darüber, dass es keine Zugangsvoraussetzungen für den Segen geben solle.
Aber natürlich sind engere Haushalte und Personalressourcen auch ein Thema, das es zu bedenken gilt, damit die Gemeinde und die Kirchenmitglieder gut versorgt sind.
Pfarrer Michael Dahlinger fasste die Debatte rund um die Finanzierung von kirchlichen Segenshandlungen so zusammen: "Der Segen kostet nichts, über Gebühren muss man sich Gedanken machen."
Oberkirchenrat Dr. Matthias Kreplin sprach von der Aufgabe, kirchliche Tradition und den christlichen Glaube lebensdienlich ins Spiel zu bringen. Eine Beteiligung aller Kirchengemeinden und Synoden an der Revision der Lebensordnungen zeigt, dass dabei auf viele Stimmen gehört wird. Am Freitag waren viele am Spiel beteiligt.
Die Landessynodalen berichteten dann von der Synode der gesamten Landeskirche, bevor der stellvertretende Synodenvorsitzende auch Zahlenspiele um die Besetzung der Bezirkssynode nach den Kirchenwahlen vorstellte.
Alle Kooperationsräume schließen sich enger zusammen - das hat Auswirkungen auf die Größe von Gremien, die mit weniger Menschen arbeiten werden.
Am 22. Mai 2025 wird die Bezirkssynode sich noch einmal zur Wahl eines neuen Schuldekans treffen. Vor den Kirchenwahlen am 1. Advent gibt es dann keine weitere Sitzung. Der Synodenvorsitzende Pfarrer Michael Dahlinger stellte aber allen eine letzte Synode im Februar 2026 in Aussicht, in der allen gedankt wird für die zurückliegende Arbeit, die mitten in Corona begann und durch den schweren Strukturprozess ekiba2032 führte.
Mit herzlichem Dank auch an die Vorbereitenden und Durchführenden der Synode endete diese mit einem Abendsegen.
Text: Elke Piechatzek





















