3. Advent

Bereitet dem Herrn den Weg; denn siehe,
der Herr kommt gewaltig. (Jesaja 40,3.10)


Gedanken zum dritten Advent 
von Elke Piechatzek

'Nichts soll seinem Kommen entgegenstehen: weder Täler der Traurigkeit noch Berge der Selbstüberschätzung.'
Das stand da, als ich auf der Suche nach dem Wochenspruch für den 3. Advent die Suchmaschine bedient habe.
Unter kirchenjahr-evangelisch.de hat wohl der Suchalgorithmus diesen Satz herausgepickt.
Er war sogar noch etwas länger:
"Wo Jesus kommt, da wird die Welt heller und heiler: Vertrocknetes beginnt zu blühen, verschlossene Augen öffnen sich, es zeigt sich, was in den Herzen verborgen ist. Nichts soll seinem Kommen entgegenstehen: weder Täler der Traurigkeit noch Berge der Selbstüberschätzung."

Ich weiß nicht, wer das formuliert hat, ich finde es noch nicht mal mehr unter dem angegebenen Link. Aber ich mag dieses Bild sehr:
Die Täler der Traurigkeit und Berge der Selbstüberschätzung sollen nicht entgegenstehen.
Ja ich glaube da entsteht sie, die Gewalt:  im Tal der Traurigkeit und auf dem Berg der Selbstüberschätzung.
'Der Herr kommt gewaltig' - ist so ein Vers, den ich nie gut hören konnte unter den Vätern meines Glaubens und mancher Frömmigkeit, die mir Angst gemacht hat. 

Was ich verstehe ist, dass die Welt heiler und heller sein wird, wenn ich mit dem Herzen etwas und jemanden erkenne und erkannt werde. Dass ich mutige Schritte machen soll auf einem Weg, der gottgefällig ist.
Aber da sind eben auch Täler, die richtig traurig sind - auch in meinem Leben. Situationen, die einen den Boden wegziehen und man sieht einfach nicht den Horizont, wo es weiter geht.
Ich kenne auch das andere, Berge von Selbstüberschätzung, so nach dem Motto: 'Wer richtig will und sich Mühe gibt, der bekommt auch.' Oder: 'Ich weiß es besser, also lass mich da ran.' Nein nicht alles bekommen wir selbst hin und nicht immer haben wir die einzig richtige Idee, wie etwas gelingt. 
Traurigkeit und Selbstüberschätzung stehen uns im Weg auf der Suche nach Weihnachten 
An Weihnachten erinnern wir uns daran, dass Gott Mensch wurde in einem kleinen Kind. Gott hat in Bethlehem entschieden, sich der Welt nicht als gewaltiger Herrscher zu zeigen, sondern als Mitmensch, der genau sieht, was im Herzen eines jeden Menschen ist.
Als eine Geistkraft, die einen tröstet wie eine Mutter und als ein Friedensfürst, der uns bereits versöhnt hat mit Gott.
Eines meiner Lieblingslieder zu Weihnachten hat diese wunderbare Liedzeile:
Wenn wir Gott in der Höhe ehren, kehrt bei uns hier der Friede ein.

Und weil Weihnachtsstimmung dem Herzen so gut tut, schliesse ich heute mit einem Song, der die Weihnachtsbotschaft einfach wunderbar zusammenfasst.

Joy to the World - gesungen von Whitney Houston 




Nehmen Sie sich die Minuten und lauschen Sie diesem wunderbaren Gospel, der meine Gedanken so schön ergänzt.
Mit guten Liedern wird die Welt heller und heiler... 
Weder Täler der Traurigkeit noch Berge der Selbstüberschätzung sollten dem entgegen stehen.

Bereitet dem Herrn den Weg!
Ich wünsche uns allen eine gute dritte Adventswoche

Elke Piechatzek

PS: Ich freue mich über andere Weihnachtsmusik, die das Herz heller macht. Nehme Vorschläge gerne entgegen.