Guckst du Das schreibe ich oft wenn ich jemanden einen Link weitersende, um auf etwas aufmerksam zu machen.
Aufsehen und eine neue Perspektive einnehmen, etwas zur Kenntnis nehmen, was mich aus dem gewohnten Alltag reisst. Das kann ein kleines Reel sein auf Instagram oder eben auch ein guter Text - oder auch ganz einfach der Blick auf die Natur, wenn morgens die Sonne aufgeht in den dunklen Tage und man durchatmet und mal raus geht, um Licht ins Herz zu lassen.
Guckst du - Seht auf! Kopf hoch, auch wenn der Hals dreckig ist - sagte meine Mutter immer. Lass dich nicht unterkriegen, auch wenn du nicht genau weißt, ob alles ok bist oder der Hals eben dreckig ist. Kopf hoch.
Ich wünsche mir so sehr, dass wir alle jeden Tag den Kopf oben lassen, die Häupter erheben, einfach weil der Blick geradeaus soviel hoffnungsvoller ist, als betrübt zu Boden schauen. Wieder eine Frage der Perspektive.
Kopf hoch - hebt Eure Häupter! Alles wird gut, und wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende. Der Spruch begleitet mich schon lange, witzig und so wahr. Die Erlösung naht und alles wird gut?
Wird schon werden? "Die Christen müssten mir erlöster aussehen. Bessere Lieder müssten sie mir singen, wenn ich an ihren Erlöser glauben sollte" sagte einst Friedrich Nietzsche. Ich mag den Vorwurf nicht in den Worten, weil auch Christenmenschen einfach manchmal die Perspektive fehlt in betrübten Zeiten. Und doch glaube ich, dass es einen Unterschied macht, ob ich dran glaube, dass es gut werden kann, weil "Erlösung" naht. Und das sollte man einem schon ansehen.
Die Erlösung ist nahe Damals war das Wiederkommen von Jesus gemeint - die Urgemeinde war überzeugt, Jesus wird bald wieder da sein. Und dann wurde allen klar, dass Pfingsten eben doch kein kurzes Ereignis war sondern Gottes Plan für die Welt. Gott zeigte sich damals nicht im Erlöser, der wieder erscheint und mächtig regiert und die Welt verändert - 2000 Jahre ist das her. Aber es begann etwas anderes Großartiges. Gott schickte dafür seinen heiligen Geist, damit wir das Werk tun, das er in Jesus vorgelebt hat. Dabei unterstützt uns Gott mit heftig Rückenwind.
Auch schon 2000 Jahre! - daran werden wir wohl erkannt werden, ob wir das ausstrahlen und dadurch als gute Botschafter der guten Nachricht durchs Leben gehen.
Haben Sie das schon mal gespürt, wenn man es mit Ihnen gut meint, was das für Kräfte frei setzt?
Guckst du - Kopf hoch - alles wird gut. Ich bin nämlich da ganz nah. Das löst sich wieder auf, was dich gerade beschwert. Ob Gott so mit uns redet? Ich weiß, klingt etwas platt, aber ich nehme mir vor, so für mich und andere zu leben in der zweiten Adventswoche 2024.
Ich will genau hinsehen und mich verändern lassen für das Gute.
Ich will dran glauben, dass Gott nah ist und sich dadurch meine Perspektive verändert - auf mich und meine Mitmenschen, weil es soviel Sinn macht Jesus nachzufolgen - mit erhobenem Haupt und viel Aufsehen.
Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.
eine gute Woche
wünscht Elke Piechatzek
Diakonin