Brücken bauen in die Zukunft

Bezirkssynode tagt in Brühl

Die bezirkliche Konzeption für ekiba2032 wird der Bezirkssynode am 11.11. 2023 vorgestellt

Dank an die Strategiegruppe

Die Bezirkssynode der Südlichen Kurpfalz tagte am Samstagmorgen in Brühl, um über die Bezirkskonzeption für den Strategieprozess ekiba2032 informiert zu werden.
Synodenvorsitzender Pfarrer Michael Dahlinger begrüßte die Vertreter aus Kirchengemeinden der Südlichen Kurpfalz im Gemeindehaus Brühl - Rohrhof. Er dankte den Synodalen für die intensive Mitarbeit bei ekiba2032. Bei allen Synoden der letzten drei Jahre sei der Prozess neben anderen Themen zur Sprache gekommen und diskutiert worden. Dekanin Annemarie Steinebrunner beschrieb zusammen mit dem stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Holger Lehman den Vertretern aus Kirchengemeinden der Südlichen Kurpfalz die Entscheidungswege und  Ergebnisse im Rahmen des Strategieprozesses. Die Einrichtung einer Strategiegruppe schon 2021 war ein wichtiger Schritt, um die Reduktion der Ressourcen zu planen. In den regionalen Visitationen wurden vor allem neue Kirchenbilder und Formen der Zusammenarbeit intensiv bedacht.
Im Bezirkskirchenrat wurde der "Strategieprozess für den Kirchenbezirk sorgfältig geplant und es war wichtig, möglichst viele mit einzubeziehen."

"Es ist an vielen Stellen deutlich spürbar, dass sich nicht nur unsere Gesellschaft verändert, sondern sich auch die Kirche mitten im Veränderungsprozess befindet. 
In den vergangen zwei Jahren haben wir uns im Kirchenbezirk intensiv damit befasst, wie unter neuen Rahmenbedingungen weiter gute kirchliche Arbeit in den Gemeinden und Regionen angeboten werden kann."
Vor allem die Transformation wird uns begleiten, ergänzte Holger Lehmann.
Brücke und Kompass als Zeichen von neuen Wegen in die Zukunft wurden in Erinnerung gerufen. Die Zahlen der Reduktion sind nun bekannt. Ein langer Prozess liegt hinter den Beteiligten. Personalplanung bis 2036 und die Kategorisierung kirchlicher Gebäude wurden festgelegt.
  


Den Strategieprozess als „kommunikatives Geschehen“ begreifen - das war und ist dem Bezirkskirchenrat wichtig. "Wir haben viele Gespräche geführt, die Ältestenkreise besucht, waren ansprechbar für Ihre Fragen.  Wir haben versucht, die Gemeinden rechtzeitig und verständlich zu informieren, transparent zu sein, wo wir im Prozess stehen, zu hören, was aus den Gemeinden kommt." Sie bat die Synodalen, diese Informationen auch in den Gemeinden weiter zu geben, damit die "Gemeinden mitgenommen werden können".
 
Dekanin Steinebrunner dankte den Synodalen für die Zusammenarbeit. "Ich bin dankbar dafür, dass wir den ersten Schritt - eine bezirkliche Konzeption zu erstellen - so hinbekommen haben, ohne uns gegenseitig zu beschimpfen oder abzuwerten. Sie haben im Austausch mit dem Bezirkskirchenrat und mir schon so manches Mal hart gerungen, auch Ihren Unmut gesagt, aber immer fair und zielorientiert nach einem gemeinsamen Verständnis gesucht."

Die Synodalen sind informiert und längst im Gespräch in den Regionen. In der Synode entstanden keine weiteren Rückfragen und Diskussionsbedarf.
Ein guter Moment als Zeichen der gemeinsamen Arbeit.
"Wenn keine Rückfragen da sind, wird es Zeit für den Dank" - bemerkte Michael Dahlinger.
Pfr. Steffen Groß hatte in der Andacht zu Beginn der Synode sein Grußwort aus der Jungscharzeit "Mit Jesus mutig voran" erwähnt. Dekanin Steinebrunner erwiderte mit einem Lied aus ihrer Kinderzeit.
"Herr gib mir Mut zum Brücken bauen, gib mir den Mut zum nächsten Schritt."
Eine Holzbrücke als Symbol gab sie den Anwesenden der Strategiegruppe mit auf den Weg und gute Besserung an einige, die leider aufgrund von Erkrankungen nicht da sein konnten.

In der Aussprache rund um den Bericht aus der Landessynode von Dr. Adelheid von Hauff wurden einige Schritte in die Zukunft deutlich.
 
"Das Herz der Synode schlägt klimapolitisch und schöpfungstheologisch."
Pfarrer Dahlinger freute sich an den vielen Rückfragen zum Thema Baugesetz und Photovoltaik  auf kirchlichen Gebäuden. "Wir werden das auf eine der nächsten Synoden als Thema einbringen."
 
Die Berichte von Dr. Adelheid von Hauff und  Pfarrerin Natalie Wiesner aus der Landessynode machten deutlich, dass viele Veränderungen auf Landesebene sicher Klärungsbedarf vor Ort haben werden. Die Bezirkssynode wird weiter mitarbeiten an der Zukunft der Kirche.
Nach einer klugen und mutmachenden Andacht von Pfarrerin Melanie Börnig und Pfarrer Steffen Groß am Anfang der Synode, endete die Synode mit einem Segenswort des Vorsitzenden Michael Dahlinger, nicht ohne vorher allen Beteiligten herzlich für die Vorbereitung zu danken.
 
Der Bezirkskirchenrat tagte direkt im Anschluss und gab nach der Anhörung der Synode den Weg frei für die Versendung der "Bescheide ekiba2032" nächste Woche an alle Kirchengemeinden. Dekanin Annemarie Steinebrunner bemerkte dazu:
"Ich hoffe sehr, dass wir diesen Rahmen nach den Vorgaben der Landessynode, nicht nur als einengend verstehen, sondern gemeinsam schauen: Was ist innerhalb dieses Rahmens möglich? Was können wir da gestalten?"
Sie bat darum, Chancen zu sehen im Veränderungsprozess, um Neues zu entwickeln.
Die vielen Gespräche und Beratungen im Vorfeld dieser Synode machen deutlich, dass dies längst im guten Miteinander geschieht.
Die Brücken für die Zukunft sind gebaut. Der erste Schritt ist gemacht.

Fotos: Alex Wolf
Text: Elke Piechatzek
 







 
 
 
weitere Informationen:

Michael Dahlinger

Pfarrer in Hockenheim - Koordination Notfallseelsorge