Fragen stellen ist gut, weil es uns ins Gespräch bringt
"Neugierig und gespannt bleiben auf das, was Gott mit uns und vielen anderen bewirken will" - drei Wochen Visitation in den Kirchengemeinden Wiesloch, Walldorf, St. Leon-Rot, Baiertal-Dielheim und Schatthausen wurden am gestrigen Sonntag mit einem Gottesdienst in Walldorf beendet.

Dekanin Annemarie Steinebrunner wandte sich in der Predigt mit großem Dank an die Verantwortlichen Gemeinden der Region, die sich aufeinander zubewegt hätten und das nicht nur räumlich. Fragen stellen sei gut, weil es uns ins Gespräch bringt, führte die Dekanin weiter aus. Das Sich-Bewegen gehöre in der Nachfolge Jesu auch zum Kirche-Sein dazu. "Vielleicht müssen wir uns hin und wieder gegenseitig „Sehhilfe“ geben, wo Gott am Werk ist und Segen spürbar wird und Leben aufblüht. „Seht doch - das Reich Gottes mitten unter euch.“
Bereits zu Beginn des Gottesdienstes wurde deutlich. Hier wird zusammen gearbeitet und zusammen Verantwortung übernommen. Eindrucksvoll wurde eine Lesung zu verschiedenen Gaben in der Gemeinde von den Hauptamtlichen der Region vorgetragen.
Kirchenälteste aus allen sechs Gemeinden trugen Fürbitten vor.
In der Region Südost gibt es große lebendige Kirchengemeinden wie in Wiesloch und Walldorf, aber eben auch "kleine, feine" wie die in Schatthausen etwa.
Es ist schwer vorstellbar, dass in Zukunft Ressourcen wegfallen, aber es ist notwendig sich bereits jetzt darauf vorzubereiten. Und so gab es viele Fragen, über die sich intensiv ausgetauscht wurde. Was wird bleiben, was werden wir besser gemeinsam uns vornehmen in der Zukunft?
Vier Themenbereiche hatten sich die Ältestenkreise ausgewählt, um genaue Ziele zu vereinbaren. Dr. Horst Martin, Mitglied der Kommission erzählte von der Entstehung und Durchführung dieser Abende.
"Ich kann Ihnen nur empfehlen, lassen Sie sich nochmal hier konfirmieren." Martin zeigte sich begeistert von der Konfirmationarbeit in allen Gemeinden. Diese zu regionalisieren wird eines der Visitationsziele sein. So sind die verschiedenen Unterrichtsmodelle für alle Evangelischen der Region zugängig und möglich. Beim Themenabend Konfirmationsarbeit hatte Pfr. Stefan Kammerer von regionaler Arbeit im Bezirk Bretten- Bruchsal berichtet.
Etwas ähnliches möchte die "musikalische Drehscheibe", die beim Themenabend Kirchenmusik verabredet wurde. "Muss ich über die Bedeutung von Kirchenmusik was sagen, nachdem sie diese Band gehört haben?" fragte Martin die Gottesdienstbesucher. Die Band himmelweit aus Wiesloch zeigte eindrücklich, wie vielfältig das Musikangebot sein kann. Die vielen Chöre, die Kantoreien, Bläserarbeit, Kinderchöre, Instrumentalkreise und Bands wollen sich besser vernetzen und es möglich machen, dass in allen Gemeinden die Gruppen musizieren können. Ein gemeinsamer Veranstaltungskalender ist in Planung.
Die Verwaltung zentralisieren und damit besser erreichbar sein. Klingt zunächst widersprüchlich, war den Verantwortlichen der Region aber wichtig für die weitere Zusammenarbeit. Die Optionen für ein gemeinsames Pfarrbüro evtl. mit Dependancen sollen in einer Arbeitsgruppe ausführlich beraten werden.
Florian Hahnfeldt vom Kernteam ekiba2032 hatte die Beratungen zu diesem Ziel beim Themenabend Verwaltung begleitet.
Die Öffentlichkeitsarbeit war der vierte Schwerpunkt der Beratungen. Mit Impulsen von Dr. Gernot Meier von der Evangelischen Akademie war das Thema Digitalisierung und und social media im Blick. Eine gemeinsame digitale Plattform der Region wird angestrebt und die Finanzierung von Stundendeputaten dieser zeitintensiven Arbeit an neuen Informationswegen.
Drehscheibe, Regionalkonzept, Plattform und gemeinsames Büro - die sechs Gemeinden machen sich gemeinsam auf den Weg. Das war spürbar bei allen Beratungen in den Visitationswochen. Dr. Adelheid von Hauff verlas die Ergebnisse dieser Beratungen im Gottesdienst.
Harte Einschnitte bei den Ressourcen führen auf der anderen Seite zu kreativen Prozessen in allen Kirchengemeinden der Südlichen Kurpfalz. Pfarrerin Henriette Freidhof hatte es in ihrer Begrüßung erwähnt. Schon bei der Suche nach den Veranstaltungsorten der Visitation in allen Orten der Region, habe man Abkürzungen gefunden und neue Wege. Die Begegnungen dieser drei Wochen waren intensiv, aber auch fasziniernd. Es wurde heftig gerungen aber schliesslich kam es zu gemeinsam verabredeten Zielen für die Weiterarbeit der Region.
Dekanin Annemarie Steinebrunner formulierte die Wünsche für die Zukunft so:
"Ich wünsche uns, dass es uns fasziniert, wie unterschiedlich wir sind und doch an einer gemeinsamen Aufgabe zusammen wachsen. Ich wünsche uns das Staunen darüber, wie wir uns gegenseitig bereichern können mit unseren verschiedenen Gaben und Ideen, unserem Engagement - auch hier in der Region Südost über die Gemeindegrenzen hinweg. "
Beim gemeinsamen Empfang an der schattigen Nordseite der Kirche wurde das Ergebnis dann auch miteinander besprochen und gefeiert.
"Ich wünsche uns, dass es uns fasziniert, wie unterschiedlich wir sind und doch an einer gemeinsamen Aufgabe zusammen wachsen. Ich wünsche uns das Staunen darüber, wie wir uns gegenseitig bereichern können mit unseren verschiedenen Gaben und Ideen, unserem Engagement - auch hier in der Region Südost über die Gemeindegrenzen hinweg. "
Beim gemeinsamen Empfang an der schattigen Nordseite der Kirche wurde das Ergebnis dann auch miteinander besprochen und gefeiert.
Text: Elke Piechatzek
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Quelle: Dekanat Südliche Kurpfalz





































































