Phönix - digitale Abrechungen in der Kirchengemeinde

Helga Herzel zu Gast beim digitalen Stammtisch Südliche Kurpfalz

Themen rund ums Gemeindeleben -
was brauchen wir für eine digitale Zukunft?

Elke Piechatzek berichtet von den digitalen Stammtischen:
Bei Visitationen und Besuchen in Kirchengemeinden gibt es immer wieder viele Fragen rund um den "Workflow" in der Kirche.
Nicht erst seit Corona wurde deutlich:
Gemeindeleben findet auch digital statt. Digitalisierung ist außerdem notwendig, um die kirchliche Arbeit zu organisieren.
Seit diesem Jahr lade ich zu digitalen Stammtischen ein, um darüber ins Gespräch zu kommen.   Am 14.6. fand er zum zweiten Mal statt.

Beim ersten Mal ging es um einen Überblick, welche Instrumente es bereits in der Landeskirche gibt.
Mit dem Webbaukasten LUKAS und der MS Teams Umgebung werden Tools von der Landeskirche zur Verfügung gestellt, die Zusammenarbeit sehr erleichtern.
Das fordert immer wieder grundsätzliche Überlegungen in einer Kirchengemeinde und auch ein wenig technisches Geschick, um sich untereinander zu verständigen.
Das digitale Zeitalter ist längst da und mit der nächsten Generation schwinden auch viele technische Hürden, die heute von Teenagern bereits in der Kindheit erlernt und ausgeübt werden.
Gemeindeleben muss im Netz stattfinden, davon bin ich überzeugt.
Alle Informationen, die wichtig sind, um Kirche vor Ort  oder im Netz erleben zu können, müssen im Internet zu finden sein. Dort ist die Quelle für Menschen, um sich zu informieren. Das gut aufzubereiten gehört zur guten Öffentlichkeitsarbeit einer Kirchengemeinde. Viele Informationskanäle braucht es dazu.
Wir müssen nicht immer alles bespielen, aber wir müssen uns klar machen, wer welche Wege braucht, um etwas mit zu bekommen.

Mit LUKAS gelingt es eben auch, viele Informationen durch die Module dort unter Gemeinden und Dienststellen auszutauschen. Das ist oft nur ein Klick und Informationen werden auf verschiedenen Seiten ausgespielt und wahrgenommen. Das wird bei der Regionalisierung eine wichtige Rolle spielen.
Und mit MS Teams gelingt es, gemeinsam an Dokumenten zu arbeiten und alle auf dem gleichen Stand zu halten.
Das müssen wir üben und uns gegenseitig beibringen, damit es nicht an mangelnder Information scheitert, sich einzubringen und Kirche mitzugestalten.

PHÖNIX - ist ein neues Programm der Landeskirche für digitale Abrechungen
Helga Herzel vom Verwaltungs- und Serviceamt hat uns beim gestrigen Stammtisch eine erste Einführung dazu gegeben.
In der Zukunft wird auch die Abrechnung in der Kirchengemeinde digitaler.
Eine Rechnung von Auslagen in der Gemeinde wird digital an ein zentrales Mailpostfach im VSA verschickt . Dort beginnt ein "Workflow" der automatisiert abläuft.
Es werden Mails an die Gemeinde zurück geschickt, vorwiegend an Pfarramtssekretärinnen, die diese an die Menschen weiterleiten, die Anordnungen bisher unterzeichnet haben. In Zukunft heißt das "Feststellung" von der Person mit "Anweisungsrecht".  Danach geht die Rechnung wieder zurück zur Auszahlung ins VSA.

Und wieder gibt es eine kleine "Hürde", die wir auch bei der Zusammenarbeit mit MS Teams erlebt haben. Phönix ist für Menschen mit kbz Adressen gemacht.
KBZ Adressen sind  Mailadressen der Landeskirche, die mit den Lizenzen von Microsoft verbunden ist und auf kbz.ekiba.de enden.
Neben den hauptberuflich Tätigen gibt es in der Kirchengemeinde Lizenzen für Kirchengemeinderatsvorsitzende und Kitaleitungen.  Darüber hinaus kann eine technisch versierte Person für die Kirchengemeinde Lizenzen erhalten.

Die Anträge dafür können Sie mit Elke Piechatzek und Pfr. Michael Dahlinger abstimmen, die als IT Koordinatoren das Webformular ausfüllen können.

Helga Herzel berichtete, dass nach und nach die Kirchengemeinden aufgefordert werden, Phönix in der Gemeinde einzuführen.
Das bedarf einer Beratung über das Programm und setzt sicher voraus, dass in der Kirchengemeinde darüber beraten wurde, wer anweisungsberechtigt ist für welche Arbeitsbereiche.

Phönix startet seit einigen Wochen. Frau Herzel berichtet, dass die Sachbearbeiterinnen pro Gemeinde eine Woche einplanen sollen, damit alles gut läuft.
Also wird auch diese Erneuerung so nach und nach Eingang finden ins Leben einer Kirchengemeinde.

Es bleibt spannend.
Es ist gut zu wissen, sagte ein Teilnehmer beim Stammtisch, dass im "Hintergrund viel vorbereitet wird" und wir miteinander auf einem guten Weg sind.



 
Elke Piechatzek




 
 
Datei zum Downloaden
Workflow von Phönix

Quelle: VSA und ekiba


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