„Verlässlich Experimente wagen!“
Am 20. Oktober war es soweit: rund 30 TeilnehmerInnen aus den sechs Gemeinden der Region „Nordwest“ kamen im Lutherhaus in Schwetzingen zum vierten und letzten Themenabend im Rahmen der Visitation zusammen, um sich über die Zukunft des gottesdienstlichen Lebens in den einzelnen Gemeinden und in der gesamten Region Gedanken zu machen.
Themenabend Gottesdienst

Ziel des Abends war, im gemeinsamen Nachdenken und Diskutieren Leitsätze für das künftige regionale Gottesdienstkonzept zu entwickeln, mit dessen Hilfe auch in Zeiten schwindender Ressourcen regelmäßig attraktive Gottesdienste gefeiert werden können.
Wie kann es gelingen, auch weiterhin -unter den Bedingungen der „Transformation“ und „Reduktion“- die Menschen in ihren individuellen Lebenssituationen anzusprechen und ihnen die FROHE Botschaft des Evangeliums hör- und erlebbar zu machen? Welche inhaltlichen Schwerpunktsetzungen und Formate braucht es, um das Gottesdienstangebot -vor Ort und regional- fit zu machen für die Zukunft? Diesen Fragen wollten die TeilnehmerInnen des Themenabends nachgehen.
Nach einem digitalen Eingangsimpuls von Pfarrerin Franziska Beetschen und einer Warm-Up-Runde, erläuterten die durch den Abend führenden Moderatoren den weiteren Ablauf. Zunächst ging es darum, den Status quo zu erheben: ausgehend von den klassischen W-Fragen stellten Delegierte aus den einzelnen Gemeinden das jeweils eigene Gottesdienstprogramm vor. Dabei wurde einmal mehr deutlich, welche Fülle und Bandbreite an unterschiedlichsten Gottesdienstformaten es schon jetzt in der Region gibt. Im Anschluss folgte ein kurzes Podiumsgespräch zwischen den Mitgliedern des Vorbereitungsteams (Pfrn. Banse, Pfrn. Beetschen und Diakonin Uhlig), bei dem folgende Fragestellungen beleuchtet wurden: „Was ist mir am Gottesdienst wichtig? Was ist anderen wichtig? Was motiviert Menschen, einen Gottesdienst zu besuchen?“ Danach bildeten sich Kleingruppen, um Leitsätze für ein regionales Gottesdienstkonzept zu formulieren. Nach engagierten und lebhaften Beratungen, verständigten sich alle Anwesenden im Plenum schließlich auf die folgenden fünf Leitsätze, über die am Zielvereinbarungsabend abgestimmt werden soll:
1. In meiner Region finde ich jeden Sonntag einen agendarischen, einen Abend- und einen experimentellen Gottesdienst.
2. An jedem Ort finden verlässlich Gottesdienste statt (d.h. nicht unbedingt jeden Sonntag oder immer um 10 Uhr, aber kein Ort bleibt „unversorgt“).
3. 3x/Jahr finden (weiterhin) Jugendgottesdienste in einem rotierenden System statt.
4. Wir wollen verlässlich (d.h. regelmäßig) Experimente wagen.
5. Sprache und Liedauswahl werden zeitgemäß gestaltet.
6. Wir wollen Kooperationsmöglichkeiten konsequent nutzen und ausbauen.
Ab dem 1. Advent 2024 sollen die gesammelten Ideen umgesetzt werden. Ein regionales Team wird dafür sorgen, dass ein geeigneter Zeitplan entwickelt und eingehalten wird, und dass die Kommunikation mit den Leitungsgremien innerhalb der Region funktioniert.
Mit einem Abschlussimpuls aus dem „Segenstoaster“ ging der ertragreiche Abend in einer entspannten und zugleich erwartungsfrohen Atmosphäre zu Ende.
Text: Marcel Demal
Fotos: Stefanie Uhlig
Fotos: Stefanie Uhlig




