Themenabend Kirchenmusik

Ein regionales Musikfest im Jahr 2024, ein Neuanfang beim Singen mit Kindern in den evangelischen Kindertagestätten und eine Dokumentation der vorhandenen Räume für die Probenarbeit von Chören, Ensembles und Musikern - das sind die Ziele, die mehr als dreißig Gemeindevertreter beim Themenabend Kirchenmusik im Eppelheimer Gemeindehaus erarbeitet haben.

Gospelchor beim Abschlussgottesdienst
 
 
Das Musikfest soll die Dynamik aufnehmen, die schon beim Themenabend spürbar war: Musik bildet Gemeinschaft - und wer gemeinsam singt und musiziert, kann aufbrechen und Neues wagen. Alle Gemeinden sollen bei dem Fest beteiligt sein, dazu nach Möglichkeit auch ein externer Kooperationspartner. "Vermutlich wird das Lied ´Gemeinsam auf dem Weg´ bei dem Fest eine wichtige Rolle spielen", brachte Steffen Groß, Vertrauenspfarrer für Kirchenmusik im Bezirk, die Atmosphäre des Abends auf den Punkt.
 
Die Idee, mit der Chorarbeit zukünftig in den Kindertagesstätten zu beginnen und dafür in der Region eine Fachkraft zu gewinnen, beruht auf die Einsicht, dass hier die Kinder noch gut erreichbar sind. "Ab der Schulzeit treten wir in Konkurrenz mit Schulchören und Gesangsvereinen", analysierte Bezirkskantor Detlev Helmer. Außerdem seien viele Eltern froh, wenn die musikalische Grundausbildung ihrer Kinder während der Zeit in der Kita stattfindet und die Familien so einen zusätzlichen Termin am Nachmittag einsparen.
 
Elisabeth Klett, Obfrau des Evangelischen Kirchenchores Eppelheim, bekam für das von ihr vorgestellte Ziel, die bestehenden Räume für musikalische Arbeit in den Gemeinden zu dokumentieren, zwar weniger Stimmen als die beiden anderen Ideen. Sie wird sich aber dennoch an die Arbeit machen - angesichts der erwartbaren Raumnöte für kirchenmusikalische Arbeit eine sinnvolle Grundlagenarbeit.
 
Ein Plädoyer für Gemeinschaftserfahrungen mit Musik und für die Kooperation von kirchlichen und außerkirchlichen Ensembles und Institutionen hielt Tobias Nessel, Schlagzeuger und Leiter der Mannheimer Musikschule "Klangfabrik". "Mein Glaubensweg beginnt bei der Erfahrung von Gemeinschaft in der kirchlichen Jugendarbeit. Und Musik kann diese Gemeinschaft besonders gut schaffen", betonte Nessel. Er und seine Musikschule seien bereit für gemeinsame Projekte, betonte der Schlagzeuger, der regelmäßig bei den Schwetzinger Gottesdiensten "for your soul" mitwirkt.
 
Bei der Abstimmung am Ende des Abends bekamen die Ziele "Regionales Musikfest" und "Singen in Kindertagesstätten" die meisten Stimmen. Noch wichtiger aber war die Erfahrung: Gemeinsam macht Singen (noch) mehr Spaß. Und eine Kirche ohne Kirchenmusik ist undenkbar.
Steffen Groß