Ökumenischer Konvent

Evangelische Kirche und Katholische Kirche im Veränderungsprozess

Treffen der Hauptamtlichen im Katholischen Dekanat Wiesloch und Evangelischen Kirchenbezirk Südliche Kurpfalz 

Annemarie Steinebrunner
Die Hauptamtlichen der Evangelischen Kirchengemeinden und Katholischen Seelsorgeeinheiten trafen sich im Gemeindehaus St.Maria in Nußloch zum Ökumenischen Konvent, um ihre Zukunftsprozesse aus der ökumenischen Perspektive zu betrachten.
 
Dekanin Annemarie Steinebrunner und in Vertretung des erkrankten Dekans Uwe Lüttinger, Dekanatsreferent Raphael Brantzen begrüßten in Nußloch die in den Gemeinden tätigen Priester, Pfarrer:innen, Diakon:innen, Gemeinde-  und Pastoralreferent:innen zum gemeinsamen Austausch.
Aus 224 Seelsorgeeinheiten werden 36 neue Pfarreien in der Erzdiözese Freiburg. Statt dem Katholischen Dekanat Wiesloch wird es die Pfarreien Wiesloch Ost - und Wiesloch West geben, die als Verwaltungseinheit die Katholischen Gemeinden der Region versorgen.
Pastoralreferent Gernot Hödl stellte den katholischen Prozess vor.
 
 
 
Im Evangelischen Kirchenbezirk entstehen vier Kooperationsräume in den jeweiligen Regionen der Südlichen Kurpfalz. Pfarrerin Natalie Wiesner berichtete vom Strategieprozess der Evangelischen Landeskirche in der Südlichen Kurpfalz.

Beide Kirchen werden mit weniger Finanzen, Gebäuden und Personal auskommen müssen.
Mit neuen Strukturen sollen die Ressourcen besser verteilt werden, damit Luft und Lust bleibt für neue Projekte und Ideen für die Zukunft.

Wie wird sie aussehen die Kirche der Zukunft für beide Konfessionen?
Wie erzählen wir weiter vom Glauben, in welchen kirchlichen und öffentlichen Räumen wird die Botschaft Präsenz haben?  Wie sind die Kirchen weiterhin nah am Menschen? Welche Befürchtungen gibt es? Wo sind die Chancen dieser neuen Verwaltungseinheiten in der ökumenischen Zusammenarbeit?

Der Ökumenische Konvent stellte sich diesen Fragen erst in regionalen Runden und später zu thematischen Fragen.

Der Ökumenische Konvent ist eine gute Tradition des Katholischen und Evangelischen Dekanates. Der gemeinsame Austausch ergänzt die Zusammenarbeit vor Ort.
Was kann ökumenisch geschehen? Diese Frage stellt sich bei Gottesdienstformaten wie Schulgottesdiensten, aber auch bei Fragen nach Ökumenischen Veranstaltungen wie den Bibelwochen oder bei der Zusammenarbeit im digitalen Raum.
Werden in Zukunft Räume gemeinsam genutzt und wer kann sowas verhandeln für die Zukunft?
Wie sieht dann die Zusammenarbeit aus?
Viele Fragen stellten sich den Anwesenden beim Ökumenischen Konvent, aber es gab auch zu erzählen von den neuen Chancen und Projektideen, die mit diesen Prozessen verbunden sind.
Der Austausch zeigte: Trotz der offenen Fragen und der schwierigen Situation beider Kirchen gibt es viele Kolleginnen und Kollegen, die mit Zuversicht den Weg der Kirche in die Zukunft gestalten - wie immer in ökumenischer Verbundenheit.


Fotos: Diakon Jascha Richter
Text: Elke Piechatzek