Mitteilungen aus dem Schuldekanat Herbst/Winter 22/23

Liebe Kolleginnen und Kollegen, 
für die einen ist es das Meer, für die anderen sind es die Berge - und manchmal muss es beides sein - Berge und Meer. Wahrscheinlich hat die Urlaubs-Abstinenz der letzten zwei Jahre die Sehnsucht verstärkt.

Sowohl die Berge als auch das Meer haben mir Erholung geschenkt. Geholfen, das Alltägliche zu lassen und ‚Außergewöhnliches’ zu finden. Auf dem Grat mit dem Rundumblick nach allen Seiten, vogelfrei und dem Himmel so nah; unter Wasser mit verhangener Sicht und Salzgeschmack, schwebeleicht, meeresstill und eingebunden in die Ozeanwelt.
               
Oben und unten treffen sich, werden eins, umschließen mich und halten mich in der Mitte, geben Balance und stärken. Ein Geschenk, das ich dankbar in diesem Sommer entgegengenommen habe. Ein Geschenk, dessen Kostbarkeit mir angesichts der großen und kleinen Katastrophen und Krisen so unverdient und umso wertvoller erscheint.
Hoffentlich konnten viele ebenfalls geschenkte Zeit erleben und dabei auf- und durchatmen!
Und hoffentlich können Sie nun wieder mit Freude und Zuversicht dem Alltag entgegenblicken und die Herausforderungen an den Schulen und in den Gemeinden mit neuer Kraft meistern.
Dass wir einen wichtigen Beitrag zur Erziehung und zur Bildung unserer Kinder und Jugendlichen leisten, das weiß auch schon der Psalmbeter, dessen wahren Worte den ersten Schultag begleiten:
„Was wir gehört haben und wissen und unsere Väter* uns erzählt haben, das wollen wir nicht verschweigen ihren Kindern.“ (Ps 78,3-4)
(*…und unsere Mütter)
 Nicht verschweigen, nicht verstummen, nein, im Gegenteil, reden, weitersagen, Anteil geben – das ist ein Auftrag, der allen Christenmenschen gilt, und in der Bildungsarbeit im Besonderen seinen Platz findet. Klein und Groß, Alt und Jung – von der Elementar-pädagogik in den KITAs bis zu den Themenabenden der Senior*innen – alle dürfen neugierig gemacht werden oder bleiben auf die Botschaft, die vom Leben, vom gelingenden Leben erzählt. Und dabei Durststrecken, dunkle Täler und tiefe Gräben nicht ausblendet. Allen gilt auch die Zusage, dass Leben nicht allein gelebt wird, wenigstens Gott ist immer an unserer Seite und seine liebende Geistkraft verlässt uns sowieso nicht.
Das kann auch helfen, wenn wir weiterhin darum ringen, welche Kirche wir für die Zukunft sein wollen. Wie auch immer die Institution aussehen wird, der Kern ist gleich: Es ist Gott, der spricht: ‚Ich bin für dich da‘.
 Auf einen guten Anfang und vielerlei Begegnungen, allem voran und immer wieder neu mit unserem Gott,
 herzlich
gez. Christine Wolf
 
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