Neue Räume, neue Perspektiven –

der evangelische Kirchenbezirk Südliche Kurpfalz gestaltet Zukunft auch 2022

Dekanin Annemarie Steinebrunner wandte sich an die 20 evangelischen Kirchengemeinden der Südlichen Kurpfalz mit Informationen und mutmachenden Worten zum neuen Jahr.

Strategiegruppe: Schuldekanin Christine Wolf (v. l.), Jochen Beurer, Diakonin Johanna Hassfeld, stellvertretende Dekanin Katharina Garben, Jonas Ballreich, Dekanin Annemarie Steinebrunner, Walter Funk, Christina Kloster und Rachel Pütz.
Zunächst einmal dankte sie den Kirchengemeinden, was diese alles möglich machten in diesen außergewöhnlichen und uns an vielen Stellen sehr herausfordernden Zeiten. Sie seien da, ansprechbar und nahe bei den Menschen, so gut es eben geht. Sie dankte allen, die anderen Mut zusprechen und so manche Gemüter beruhigen.
Annemarie Steinebrunner ist sich sicher, dass Evangelische Kirche auch weiterhin lebendig wirken wird. Die Zeiten sind schwierig, das gibt sie offen zu. Nicht nur die Pandemie auch die finanzielle Lage der Kirchen verändern den Blick und die Perspektive.

Transformation und Reduktion.

Mitte letzten Jahres hat die Landessynode der Evangelischen Kirche in Baden einen Strategieprozess beschlossen, der die nächsten zwei Jahre in allen Kirchenbezirken durchgeführt werden soll. Bis Ende 2023 sollen neue Planungszahlen mit 30 % Kürzungen vorliegen. Die Gemeinden werden mit weniger Personal, weniger Gebäuden und weniger Finanzmitteln auskommen müssen.
In der Südlichen Kurpfalz gibt es für diesen Prozess eine Strategiegruppe, die der Bezirkskirchenrat berufen hat.  Diese Gruppe startet aber nicht gleich mit Kürzungsvorschlägen, sie beschäftigt sich mit der inhaltlichen Ausrichtung der kirchlichen Arbeit. Wie verändert sich Kirche? Wie sieht sie in zehn Jahren aus? Wir können Menschen bei der Kirche andocken mit ihren Lebens- und Glaubensfragen? Welche neuen Angebote und Formate werden gebraucht, auch digital? Welche Schwerpunkte haben die vier Regionen? Wo gibt es schon fruchtbare Zusammenarbeit und Kooperationen, an welchen Stellen werden sie weiterentwickelt?

Wie geht die Evangelische Kirche der Südlichen Kurpfalz in die Zukunft?
Kirche wird sich transformieren, verändern, sich auf die neuen Gegebenheiten einstellen. Das gelingt nur, wenn viele am Veränderungsprozess beteiligt sind. „Wir werden manches aufgeben, Gelingendes stärken, Neues wagen. Wir werden den Gestaltungsspielraum, den wir auch bei zurückgehenden Ressourcen immer noch haben, nutzen und fröhlich und kreativ die Botschaft von Gottes Liebe weitergeben. Kirche wird weiter da sein für die Menschen, auch wenn sich Rahmenbedingungen ändern.“ Dekanin Steinebrunner schaut zuversichtlich in die Zukunft.
Eng verknüpft mit dem Strategieprozess werden in den nächsten zwei Jahren in den vier Regionen Visitationen durch den Bezirkskirchenrat stattfinden, um die regionale Zusammenarbeit zu stärken und regionale Vereinbarungen zu treffen. 
Dekanin Annemarie Steinebrunner bedauert es sehr, dass die Pandemie so viele Live-Begegnungen verhindert.  „Wir brauchen den Austausch von Angesicht zu Angesicht. Es ist so wichtig, dass alle Kirchengemeinden und deren Mitarbeitende spüren, wir entscheiden diese Prozesse mit. Wir gestalten die Kirche der Zukunft.“
Auf die Mitarbeitenden im Dekanat, Schuldekanat und in der Erwachsenenbildung kommt noch eine weitere Herausforderung zu. Sie sind auf der Suche nach neuen Büroräumen. Das bisherige Mietverhältnis im Hospiz Agape in Wiesloch wurde wegen Eigenbedarfs zum 30.6.2022 gekündigt. Es ist schwierig, neue Räume für die Bürogemeinschaft zu finden. Dekanin Annemarie Steinebrunner hofft auf eine breite Unterstützung bei der Suche nach einem geeigneten Mietobjekt.
 
 

Foto: Alex Wolf
 
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Quelle: Artikel aus der Schwetzinger Zeitung vom 24.1.2022