Mitteilungen aus dem Schuldekanat Frühjahr/Sommer 2022

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, 
im letzten Jahr habe ich immer wieder den Satz gehört: „Nächstes Jahr wird es wieder besser!“ oder „Im nächsten Jahr feiern wir wieder normal.“ oder „Nächstes Jahr kann das dann alles wieder stattfinden.“ Große Hoffnungen lagen nach dem Sommer und den ersten Impfungen auf der 2. Hälfte 2021. Gekommen ist es anders, gekommen ist die 4. Welle, gekommen sind dünnhäutige Menschen, gekommen sind Streit und Kontroverse um die richtige Strategie im Umgang mit der Pandemie.

Gekommen sind aber auch Weihnachten und das neue Jahr 2022.
Gekommen sind mit dem Gotteskind die Zuversicht und das Licht, die Wärme und der Hoffnungssegen – für diese Welt notwendiger denn je.
Gekommen ist mit der Silvesternacht die Zusage, dass unser Leben behütet ist und ‚unsere Hilfe vom Herrn kommt, der Himmel und Erde gemacht hat‘. (Ps 121)
Gut, dass wir uns darauf verlassen können – alle Jahre wieder.
Und ebenso gut, dass ein Bibelvers als Jahreslosung gefunden wurde, der auch geöffnete Türen und ein Dazugehören anbietet.
„Jesus Christus spricht:
Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.“ (Joh 6,37)
 Nach allem, was abgesagt, verschoben, eingeschränkt, verboten ist, verstehe ich diese Aussage wohltuend einladend. Gott, der sich in Jesus Christus so menschlich gezeigt hat, kennt keine Zugangsbeschränkungen. Kein Hinauswurf, so die Lutherübersetzung, ist da vorgesehen. Gleichwohl, auf den Weg machen soll ich mich. Das nimmt mich ernst als eine, die Entscheidungen treffen kann. Gott hat sich schon vor aller Zeit für mich entschieden, ich darf mich wiederum für ihn entscheiden. Mein JA besiegelt den Bund von meiner Seite.
 Damit ich das aber kann, brauche ich andere. Brauche ich Menschen, die mir von Gott erzählen, die mir Anteil geben an ihren Gotteserfahrungen.
Unser Religionsunterricht bietet diese Möglichkeit jede Woche. Religionslehrerinnen und Religionslehrer, kirchliche wie staatliche, ‚geben Zeugnis‘ von dem, was sie trägt und unterrichten Kinder und Jugendliche, die hoffentlich kompetent selbst auskunftsfähig werden über den christlichen Glauben und das Miteinander von Religionen in der einen Welt. Eine wunderbare Aufgabe und keine leichte Aufgabe, im Gegenteil. Die Ansprüche und die Einsprüche sind hoch.
 Dass auch unsere Landeskirche vor großen Herausforderungen steht, haben Sie sicherlich durch Ihre jeweiligen Kirchengemeinden und die unterschiedlichen Artikel in der Fachpresse und den Medien entnommen. Schlagworte des Veränderungsprozesses sind Transformation und Reduktion.
Kirche, die Gemeinschaft der Glaubenden, ist seit Anbeginn im Veränderungsprozess. Das muss uns also nicht schrecken. Gewohntes zu lassen, Liebgewordenes aufzugeben, kann durchaus ver-schrecken, weniger Geld, weniger Mitarbeitende, Gebäudeverkauf sind erst einmal nicht positiv besetzt.
Doch Möglichkeiten, um andere kirchliche Lebenswirklichkeiten zu entwickeln, haben ja immer noch und immer wieder ihren Reiz. Ich bin gerne am Mitgestalten dabei und vertraue darauf, dass auch die anderen Christenmenschen sich mitnehmen lassen auf den Weg.
 Für alle in den religionspädagogischen Arbeitsfeldern hoffe ich jetzt, dass Sie sich unterstützt wissen durch das Schuldekanat und dass die unterschiedlichen Fortbildungsformate ebenfalls zu Ihrer Stärkung und Entwicklung beitragen.
 Weil die Situation durch die Pandemie noch keine sicheren Planungen im Präsenzbereich zulässt, finden Sie viele online-Angebote für die Nachmittage. Die Schuldekanate kooperieren miteinander und mit den Studienleitungen im RPI. Bestimmt finden Sie die eine oder andere Fortbildung, die Ihren Bedürfnissen entspricht. Bei Anmeldung zu den ausgeschriebenen Angeboten erhalten Sie dann zeitnah die Zugangsdaten durch die jeweiligen Schuldekanate oder das RPI.
Bitte melden Sie sich auch, wenn Sie Vorschläge und Ideen für weitere Fortbildungen haben. Gerne plane ich aufgrund Ihrer Rückmeldungen und Bedarfe.
 Leider wird der große ökumenische religionspädagogische Tag, den wir uns für 2022 wieder sehr gewünscht haben, doch nicht stattfinden können. Aber 2023!!! Wie bereits angekündigt, kommt Frau Elisabeth Buck am 21. April zu uns in die Südliche Kurpfalz. „Vorfreude ist die schönste Freude!“
 In der Hoffnung, dass Sie wohlbehalten und frohen Mutes das Jahr 2022 gestalten können, grüße ich Sie alle sehr herzlich
gez. Christine Wolf
 
 Alle Fortbildungsangebote und Informationen für das zweite Schulhalbjahr 21/22 finden Sie in unserem Flyer, den Sie hier herunterladen können: