Der Bezirkskonvent Südliche Kurpfalz wertet digitale Erfahrungen aus und träumt von kirchlicher Arbeit nach der Pandemie. Zoom Konferenz am Dienstag 15.6.2021
"Was habt Ihr gemacht während Corona? Welche neuen digitalen Wege seid Ihr gegangen in der Gemeinde. Was war gelungen, was sollte beibehalten werden? Was brauchen wir, um gestärkt in eine Zukunft mit knapper werdenen Ressourcen und viel neu Erlebtem aufzubrechen?"
Der Vorbereitungskreis des Konventes hat sie abgefragt, die Erfahrungen im letzten Jahr der Pfarrerinnen und Pfarrer, Diakoninnen und Diakone und der Kantoren der evangelischen Kirchengemeinden der Südlichen Kurpfalz.
Eine beeindruckende Wordcloud gab darüber Auskunft beim Bezirkskonvent am Dienstag 15.6.2021. Wieder mal per Zoom trafen sich fast 50 Menschen, um Verbindung zu halten, als Dienstgemeinschaft der Evangelischen Kirche der Südlichen Kurpfalz.
Quelle: #feministischesandachtskollektiv
Eine ZOOM Andacht mit neuen Elementen, gehalten vom feministischen Andachtskollektiv @fak.kollektiv, entstanden in der Coronazeit. Mit Beiträgen auf Instagram entwickelte sich eine Gemeinschaft mit über 3500 Followern, die sich zu Andachten zusammen finden und damit begeistern. Im Interview mit Katharina Garben gaben @begeistertehannah (Hanna Sophie Detken) und @nichtfraupfarrer (Sarah Banhardt) Auskunft über das Kollektiv.
Nach Thesen von Birgit Mattausch zum Thema: Neue gottesdienstliche Formen und spirtuelle Praktiken, ging es in Kleingruppen zu den Themen:
digitale Gottesdienste,
digitale Jugendarbeit,
digitales Pfarramt,
digitale Persönlichkeit und
digitale Gemeinde.
"Träumen erlaubt: Was würde ich / würden wir gerne ausprobieren in diesem Bereich der digitalen Kirche?" So lautete eine Frage für alle Kleingruppen. Und es wurde dann berichtet und viel erzählt aus den Erfahrungen des Coronajahres in den Kirchengemeinden der Südlichen Kurpfalz.
Schnell wurde klar, viele Informationskanäle sollten beibehalten werden, aber es muss nicht jede Gemeinde ihr eigenes "Onlinesüppchen" kochen. Wie gut, dass das Kollektiv begeistert erzählen konnte, wie man zusammen arbeitet und zusammen auftritt, ohne dass anderes dabei zu kurz kommt.
Kirche 2030 - Regionalisierung und Bündelung der Arbeit wird ein wesentliches Stichwort des Strukturprozesses der Evangelischen Landeskirche in Baden sein. Die Erfahrungen im Leben mit Corona sind neben allen Schwierigkeiten, auch Mutmacher auf dem Weg Neues auszuprobieren, sich zu ergänzen und zu unterstützen. Hilfe muss organisiert werden und es braucht sozialen Kontakt und tatkräftige Unterstützung in Kirche und Gesellschaft.
So sehr sich die Kerngemeinden auf Veranstaltungsleben in Präsenz wieder freuen. Es gibt neue Follower, die sich auf völlig anderen Wegen eng mit den Botschaften der Kirche verbunden wissen. Beides im Blick zu behalten, wird eine der Zukunftsaufgaben des Kirchenbezirkes sein.
Die Bezirkssynode wird Ende Juli ebenfalls zu diesem Thema tagen. Die Hauptamtlichen haben eindrucksvoll erzählt, dass all das nur mit vielen Menschen zu machen ist, die sich für ihre Kirche und deren Hilfsangebote engagieren. Gute Technik, Zeitressourcen von Haupt- und Ehrenamtlichen, eine gute Vernetzung und vor allem Persönlichkeiten, die vor Ort und im Netz Beziehungen leben und gestalten: das sind Bausteine auf dem Weg zu Kirche 2030.
Der Bezirkskonvent wird sicher am Thema dran bleiben.