Dass wir Gottes Botschaft hinein in die Welt bringen - darum geht es
Dekanin Annemarie Steinebrunner wendet sich mit mutmachenden Worten an die Evangelischen Kirchengemeinden der Südlichen Kurpfalz.

Nachdem die neuen Maßnahmen der Regierung zur Bekämpfung der Pandemie verkündet worden sind, planen manche Kirchengemeinden schon um und werden an den Festtagen keine Präsenzgottesdienste feiern. Oder sie haben schon zweigleisig geplant und doch gehofft, dass es in diesem Jahr anders sein wird als im letzten Jahr, als die Menschen noch nicht viel wussten über dieses Virus, das unser Leben so verändert hat. Andere hoffen, dass sie unter den Schutzmaßnahmen die geplanten Präsenzgottesdienste feiern können. „Die Situation ist für uns alle belastend und unbefriedigend. Doch es ist, wie es ist. Und anstatt frustriert zu sein oder uns zu ärgern, können wir unsere Energie hoffentlich auf die Möglichkeiten lenken, die wir inzwischen entdeckt und auch ausgebaut haben.“ Die Entscheidungen, ob und wie Gottesdienste in Präsenz gefeiert werden, treffen in der Evangelischen Kirche die Ältestenkreise vor Ort. Dekanin Annemarie Steinebrunner ist sich sicher, dass die Gemeinden dies verantwortlich tun werden. In ihrem Schreiben an die Kirchengemeinden setzt sie auf kluge Entscheidungen vor Ort: „Wir alle wissen noch nicht, was nächste Woche letztlich gelten wird und wir werden auf jeden Fall noch weitere Informationen bekommen. Die Gemeinden werden sich in den Regionen absprechen und vor Ort entscheiden, wie Sie unter den dann geltenden Vorgaben die Gottesdienste feiern werden. Das haben sie schon in durchdachter und verantwortungsvoller Weise bei den Weihnachtsgottesdiensten so gemacht und gute Lösungen gefunden.“ Nach einem Jahr Pandemie sind die Evangelischen Kirchengemeinden weiter kreativ. Gottes Botschaft muss auch in diesen Zeiten unter die Leute. Das zweite Osterfest unter Pandemiebedingungen wird wieder Kreativität in den Kirchengemeinden auslösen. Davon ist Dekanin Annemarie Steinebrunner überzeugt. Sie freut sich darauf, wenn Kirchengemeinden Lust haben, etwas Neues auszuprobieren, um das weiterzugeben, was uns gerade in dieser Zeit bewegt und berührt, uns Hoffnung gibt und Kraft. „Dass wir Gottes Botschaft hinein in die Welt bringen - darum geht es. Nach dem Karfreitag mit Leid und Dunkelheit, Schuld und Tod wird es Ostern - Neuanfang und Licht, Versöhnung und Leben, nach den Tränen das befreite Lachen.“




