ungewöhnliche Konfirmationen zu Coronazeiten

Berichte aus der Südlichen Kurpfalz

Konfirmationen in Zeiten von Corona..
die Kirchengemeinden der Südlichen Kurpfalz sind unterwegs mit jungen Menschen,
mit neuen Ideen, mit vielen kleinen Gottesdiensten, mit soviel Mut und Kreativität
und mancher Überraschung..

Altlußheim
„Wer mit mir lebt, wird sich nicht mehr verlaufen“


Mit insgesamt vier Konfirmationsgottesdiensten, jeweils um 11 und 14.30 Uhr am Samstag und Sonntag, feierten 22 Konfirmanden ihre Aufnahme in die evangelische Gemeinde. Das Ganze mit einem halben Jahr Verspätung, Abstand und Maske. So zogen die Jugendlichen auch in die Kirche ein, zusammen mit Pfarrer Matthias Zaiss und Gemeindediakon Jascha Richter unter den Orgelklängen von Klaus Wörner. Die Kirchengemeinderäte hatten gut organisiert, so dass jede Familie im großen Abstand zur anderen Platz in der katholischen Kirche St. Nepomuk fand.
 
 

 
Konfirmation 21 Jugendliche werden in Gemeinde aufgenommen

Brühl: Seinen Zielen folgen

Brühl.In zwei Gottesdiensten wurden insgesamt 21 junge Christen bei der Konfirmation in die evangelische Kirchengemeinde aufgenommen. Obwohl die Gottesdienste in der großen katholischen Schutzengelkirche stattfanden, war der Zugang wegen der Corona-Regeln nur einem kleineren Kreis möglich. Das Abendmahl war sogar am Tag zuvor nur im Kreise der Konfirmanden und Kirchenältesten gefeiert worden.
 
 



Plankstadt
Konfirmation im Livestream 17.10.




Neulußheim

Evangelische Kirche Wegen Corona sechs separate Gottesdienste gefeiert / Glück als Thema

Ungewöhnliche Konfirmation

Neulußheim. Mit der Konfirmation ist man volljährig im Glauben. Für dieses Leben haben am Wochenende 19 Konfirmanden in sechs Gottesdiensten in der evangelischen Kirche Neulußheim den Segen erhalten. Das ungewöhnliche Format so spät im Jahr war dabei eine weitere Folge der Corona-Pandemie und der darauf aufbauenden Einschränkungen für Veranstaltungen und Feste. Für die Konfirmationsgottesdienste hatten sich die Jugendlichen mit dem Thema Glück befasst, wie Pfarrerin Katharina Garben erläuterte.
„Die Konfirmanden haben sich mit Seligpreisungen auseinandergesetzt. Was macht sie glücklich? Warum ist mit Gott zu leben Glück? Und was sagt Jesus zum Thema Glück?“ Ihre Gedanken dazu hatten die Mädchen und Jungen auf „Cocktailgläsern“ aus Pappe aufgeschrieben. Die Arbeiten waren in der Kirche als Dekoration aufgehängt.


Schwetzinger Zeitung 28.9.2020






Hockenheim

Von Gottes Geist (an)treiben lassen

Evang. Kirchengemeinde Hockenheim feiert Konfirmation
Alles war etwas anders wie gewohnt. Kein Abendmahlsgottesdienst am Samstagabend; kein gemeinsamer Zug von Konfirmanden, Ältesten zusammen mit der Stadtkapelle vom Lutherhaus zur Kirche und keine bis auf den letzten Platz besetzte Kirche. Und dennoch haben 45 Jugendlichen im engsten Familienkreis ihre Konfirmation feiern können.
Ein extra auf die Konfirmation abgestimmtes Schutzkonzept machte das möglich. Auf vier Gottesdienste samstags und sonntags verteilt, saßen die bis zu 13 Jugendlichen auf Familiensitzinseln im ganzen Kirchenraum verteilt. Fast alle Konfis haben es sichtlich genossen, neben ihren Eltern zu sitzen und Patin oder Großeltern mit etwas Abstand um sich zu haben.
Gemeindediakon Reinhold Weber ging in seiner Predigt der Frage nach: was treibt mich an? Um die Frage letztlich so zu beantworten: Gottes Geist treibt mich an. Und wozu treibt er an? Spürbar, so Gemeindediakon Weber, sei das in den Momenten, wo Menschen sich wohlfühlen, und dabei nicht nur an sich selbst denken, sondern sich in Gottes Schöpfung treiben lassen, um dort Leben im Sinne Jesu zu ermöglichen.

Die Segnung erfolgte dann in Zweier- oder Dreiergruppen durch Pfarrer Michael Dahlinger bzw. Gemeindediakon Reinhold Weber, die beide die Konfitreffs geleitet hatten. Pfarrer Johannes Heck las dazu den Jugendlichen ihre Bibelsprüche vor.
Singen ging natürlich nicht. Aber Kantor Cho entlockte der Kirchenorgel die schönsten Klänge und setzte so den Konfirmationsgottesdiensten das berühmte I-Tüpfelchen auf.
War alles anders wie gewohnt? Vieleicht die Umstände, sicherlich die Masken, bestimmt die Sitzordnung, aber niemals die sicht- und spürbare Freude der Konfirmanden über ihren besonderen Festtag.

Schwetzingen
„Ja, mit Gottes Hilfe“:

Jugendliche bekennen ihren christlichen Glauben
Konfirmation an Stationen in Lutherhaus und Stadtkirche

„Willst du indeinem Leben immer wieder neu nach Gottes Spuren suchen? Willst du als evangelischer Christ in der Kirche und in der Welt leben?“ Diese Frage stellten die Pfarrer Mathis Goseberg und Steffen Groß jedem einzelnen ihrer Konfirmanden bei der „Konfirmation anStationen“, die am Wochenende in Lutherhaus und Stadtkirche gefeiert wurde. „Ja, mit Gottes Hilfe“, lautete jedes Mal die Antwort der jungen Leute –mal laut und deutlich, mal vorsichtig, immer aber sehr persönlich. Auf das Bekenntnis folgte der Segen.Die Einsegnung in der Stadtkirche war der Höhepunkt des Konfirmationsgottesdienstes, der in diesem Jahr Corona-bedingt ganz anders gefeiert wurde als gewohnt. Die ursprünglich geplanten Termine im Mai waren der Pandemie zum Opfer gefallen –„umso schöner, dass wir jetzt wirklich feiern können“, brachte es Mathis Goseberg auf den Punkt. Er war eigens für die Konfirmation aus seiner neuen Gemeinde in Heidelberg nochmals nach Schwetzingen gekommen.Insgesamt 24 Jungen und Mädchen wurden am Samstag und Sonntagkonfirmiert, 13 weitere werden am kommenden Samstag folgen. Alle durchliefen mit ihren Familien und Paten nacheinander im 15-Minuten-Takt vier ganz unterschiedliche Stationen. Sie begegneten dabei neben Goseberg und Groß auch der neuen den Pfarrerin Franziska Beetschen und Gemeindediakonin Margit Rothe, die auch die Organisation des Großereignisses übernommen hatte. Außerdem waren der Kirchengemeinderat und die Jugendlichen vom Konfi-Team dabei. Die jungen Leute hatten auch den Konfirmandenunterricht maßgeblich mitgestaltet.An der ersten Station im kleinen Saal des Lutherhauses begann der Gottesdienst mit einer Tauferinnerung. Dabei wurden Taufpredigten vorgelesen, die die Konfirmanden selbst verfasst hatten.Darauf folgt die zweite Station im großenSaal: Dort führen die Konfirmanden ihre Familien durch eine Ausstellung mit Ergebnissen und Erinnerungen aus der Konfirmandenzeit: Zu sehen waren Bilder, Ergebnisse aus dem Online-Unterricht während des Lockdowns, die Konfirmationssprüche und auch selbst verfasste Glaubensbekenntnisse: „Gott war schon am Anfang bei uns und wird es auch am Ende sein. Er ist positive Energie in jedem, der an ihn glaubt“, lautet eines davon.An der dritten Station im Foyer des Lutherhauses formulierten die Angehörigen jeweils gute Wünsche für ihren Konfirmanden und legten sie in ein Glas, das der Jugendliche dann als Geschenk überreicht bekam. Außerdem bereiteten die Familien individuelle Fürbitten für die Einsegnung vor. Die Konfirmanden selbst nahmen währenddessen eine Videobotschaft für Freunde und Verwandte auf, die nicht dabei sein können.Der Abschluss war dann die sehr persönliche Einsegnung in der Stadtkirche, die von Detlev Helmer und Dorothee Strieker an der Orgel bereichert wurde. Dabei gab es auch ein besonderesGeschenk der Gemeinde: Eine Maske mit Kreuz und dem Aufdruck „Konfi 2020“ als Erinnerung an ein außergewöhnliches Konfirmandenjahr.
 

Oftersheim

Konfirmation 2020 – ein ganz besonderer Tag

Gesegnet und gestärkt – das haben am Wochenende unsere 32 Konfirmanden und Konfirmandinnen gespürt und erlebt. Nachdem die Konfirmation im Mai wegen der Pandemie ausfallen musste, haben wir im Pfarramt neue Wege gesucht, unseren Konfis zuzusprechen: Gott blickt dich freundlich an und behütet dich. Denn das geschieht ja im Segen – dass Gott einen Menschen freundlich anblickt.
Wir haben uns dagegen entschieden, 8-10 kleine Gottesdienste zu feiern und haben stattdessen etwas ganz neues ausprobiert: eine Konfirmation in Stationen. Die Jugendlichen haben jede*r für sich gemeinsam mit ihren Familien in fünf Stationen erlebt und gespürt: ich werde gesegnet und gestärkt, Gott blickt mich freundlich an. Ein Gottesdienst in ganz anderer Form. Im Gemeindepark ging es los. Nach einer Begrüßung konnten die Jugendlichen und ihre Angehörigen sich mit Wasser ein Kreuz auf die Stirn zeichnen zur Erinnerung an ihre Taufe. Denn ihre Geschichte mit Gott nahm da ihren Anfang, bei der Taufe, als Gott sie anblickte und segnete. Im großen Saal hatten die Konfis eine Ausstellung zum Glaubensbekenntnis, zur Taufe, zum Abendmahl und zu Jesus Christus miteinander aufgebaut und präsentierten am Tag der Konfirmation ihren Familien, womit sie sich im vergangenen Konfi-Jahr auseinandergesetzt haben. Die dritte Station im kleinen Saal versammelte die Gedanken und Gebete an diesem Tag. Gute Wünsche und Fürbitten wurden geteilt und weitergegeben, im gemeinsamen Vaterunser die Gemeinschaft gepflegt. In der Kirche, der vierten Station, dann der eigentliche Konfirmationsakt: du bist getauft und gehörst zu Jesus Christus – willst du diesen Weg weitergehen? Dann lass dich dafür stärken und segnen. Sehr berührend und eindrücklich war es, wie die Familien im Halbkreis um ihre knienden Jugendlichen standen und sie innerlich begleiteten. „Geh unter der Gnade“ – das schöne Lied von Manfred Siebald schloss diese Station ab. Schließlich gab es am Kirchenportal Geschenke: die Urkunde, das Kreuz, die Einladung zum Nachtreffen. Ein ganz besonderer Tag in ganz besonderen Zeiten für ganz besondere Menschen, unsere Konfis und ihre Familien. Es tat gut und war tief bewegend, diese Konfirmationen zu erleben und mit zu gestalten. Dass alles so reibungslos und schön verlief, verdanken wir auch unseren Kirchenältesten, die sich dieses ganze Wochenende Zeit genommen haben und die Konfirmations-Stationen mit betreut haben. Vielen Dank dafür! Ralf Lackner und Philipp Czerwenka haben die Tage fotografisch begleitet. Als ersten Eindruck sehen Sie die einzelnen Stationen, wie sie Familie Leiberich erlebt hat.


Kontakt:

Elke Piechatzek

Diakonin/ Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit & Fundraising