Mitteilungen aus dem Schuldekanat

Herbst/Winter 20/21

"Wie gut, dass wir den Religionsunterricht haben und dort, in Gottes Namen, zu Mitmenschlichkeit, Fürsorge und Schutz der Schwächeren aufrufen können. Wie gut, dass wir dort die Möglichkeit haben, zu diskutieren, Verantwortung zu schulen und Herzensbildung in den Mittelpunkt zu setzen."
Schuldekanin Christine Wolf schreibt den Religionslehrer*innen der Südlichen Kurpfalz zum Start ins neue Schuljahr und  übersetzt "AHA" folgendermaßen:

AHA! Probieren sie bitte einmal aus, liebe Kolleginnen und Kollegen, dieses kleine Wort unterschiedlich zu betonen! Kurz und zackig! – ich nehm’s zur Kenntnis ... Oder lang und mit hohem Ende... – ich hab’s verstanden ... Wie klingt es langezogen und mit tiefem Ende? – ich bin gelangweilt, genervt ... Ganz schön facettenreich, das kleine Wort. Und wer hätte zu Beginn des Jahres gedacht, dass sich mittlerweile ein Regelwerk hinter den Buchstaben verbirgt? AHA! Plakatiert in den Städten macht es uns aufmerksam auf unser Leben seit März, Leben mit dem Virus Corona, leben mit der Erkrankung Covid-19. Macht uns aufmerksam, wie gesundes Leben möglich ist, nämlich durch Abstand halten, Hygiene walten lassen und Alltagsmasken tragen. AHA!Klingt doch einfach! Mehr braucht es erst einmal nicht. Und doch fällt das wenige einigen ganz schön schwer. AHA wird zum Zankapfel und bringt erregte Menschen auf die Straßen, ganz ohne AHA, dafür aber mit blinder Wut, Aggression und Unverstand. Ich freue mich über alle Stimmen, die diesen ‚Schreibürgern‘ mit Sachlichkeit, Klarheit und Verantwortung entgegentreten. AHA wird auch in unseren Klassen eine Rolle spielen. Und sicherlich gibt es auch da unterschiedliche Gemengelagen, was das Verständnis für die Maßnahmen angeht. Schulen sind eben nur Spiegel der Gesellschaft ... Wie gut, dass wir den Religionsunterricht haben und dort, in Gottes Namen, zu Mitmenschlichkeit, Fürsorge und Schutz der Schwächeren aufrufen können. Wie gut, dass wir dort die Möglichkeit haben, zu diskutieren, Verant-wortung zu schulen und Herzensbildung in den Mittelpunkt zu setzen. Und ich übersetze AHA für unser Fach folgendermaßen: Trotz des Abstands Anteilnahmezeigen, trotz verstärkter Hygieneverordnungen die Hände dem und der anderen offenentgegenstrecken und immer wieder zum Gebet falten, trotz der Alltagsmasken aufrichtig den anderen ins Gesicht sehen. Ob sich dieses AHA durchsetzen kann? Hoffentlich lassen sich viele inspirieren und initiieren weitere AHA-Ketten. Damit es ein gutes Schuljahr wird, damit Junge und Alte, Kinder und Erwachsene beschützt durch die Zeit kommen. Es wird weiterhin herausfordernd sein. Doch haben wir so gute Voraussetzungen, können auf Unterstützung und Hilfe zurückgreifen, können auf Gott zurückgreifen: „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen, und der dich behütet, schläft nicht.“ (Psalm 121) Gehen Sie behütet in die Zeit, lassen Sie sich nicht ängstigen, zeigen Sie Kante und Verantwortung und bleiben Sie erfinderisch und neugierig auf’s Leben.

Herzliche Grüße gez. Christine Wolf

Mehr Informationen u.a. zu den Fortbildungen finden Sie in diesem Dokument.

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