Not macht erfinderisch - Konfi@home

Konfi@Home – oder „Not macht erfinderisch!“
Was sollen wir sagen? Es hat ziemlich gut geklappt und hat uns viel Freude gemacht!

Mathis Goseberg berichtet aus Schwetzingen

aus dem Schwetzinger Gemeindebrief:

Konfi@Home – oder „Not macht erfinderisch!“
Oh Nein! Was machen wir bloß mit der Konfirmation? Was war das für ein Schock, als im März klar wurde, dass wir alle Gruppen und Kreise der Gemeinde aufgrund der Pandemie für unbekannte Zeit ausfallen lassen müssen! Schnell war klar: Es wird keine Konfi-Freizeiten, kein Konfi-Unterricht und keine Konfirmation geben können. Jedenfalls nicht wie ursprünglich geplant. Ein Plan B, C und wahrscheinlich auch D musste her. Schließlich änderten sich die Vorgaben fast täglich. Warum eigentlich nicht die Not zur Tugend machen? Wir leben im Zeitalter der Digitalisierung! Die Lebenswelt der jungen Menschen ist zum großen Teil durch ‚mobile devices‘ und ‚social media‘ bestimmt. Es musste ein Konzept her – für einen digitalen Konfi-Unterricht von Zuhause aus. Gesagt, getan! Der Plan: über eine Software für Videokonferenzen sollte ein wöchentlicher  Konfi-Unterricht über das Internet angeboten werden. In erster Linie sollte dabei der Kontakt zu den Jugendlichen gehalten, Gemeinschaft gepflegt und Informationen ausgetauscht werden. Doch auch viele Themen aus dem Unterricht,
die wir bisher nicht behandeln konnten, sollten kreativ bearbeitet werden. Das Evangelium
kann man eben auch über das Internet kommunizieren!
Mit diesen Zielen vor Augen ist unser Konfi@Home entstanden. Seit dem Lockdown haben
wir uns jeden Mittwoch ab 16:30 Uhr für etwa eine Stunde getroffen – mit folgendem Programm:
Nach einer kurzen Begrüßung, in der wir uns unsere Höhepunkte der vergangenen Woche erzählten, zündeten wir gemeinsam eine Kerze an und sprachen ein kurzes Gebet. Danach
kam meistens ein kreativer Input, etwa ein kurzer Videoclip über ein bestimmtes Lebensthema.
Manchmal folgte dann eine biblische Geschichte, die wir gemeinsam besprachen, ehe wir uns der Frage des Tages widmeten. Dort wurden die Konfis zu Expertinnen und Experten und lieferten eigene Antworten, wie zum Beispiel auf die Frage: Wenn Gott alles steuert, warum gibt es dann so etwas wie Corona? Die Antworten wurden im Chat gepostet und anschließend
gemeinsam besprochen. Zum Ende wurde noch die Home-Challenge für die kommende Woche bekannt gegeben. Da hieß es etwa: „Was gibt dir Halt in stürmischen Zeiten? Mach davon ein Foto und schick es an uns!“ Einige Ergebnisse wurden mit Erlaubnis und anonymisiert
auf unserem Instagram-Account veröffentlicht. Mit einem Segen wurde die Stunde
beendet. Was sollen wir sagen? Es hat ziemlich gut geklappt und hat uns viel Freude gemacht! Für die Konfirmation hat sich mittlerweile auch eine schöne Lösung ergeben: Wir werden an zwei Wochenenden im Herbst einen interaktiven Stationen-Gottesdienst durchführen, in dem die Konfis mit ihren Gästen an mehreren Stationen ihre Konfirmation erleben. Natürlich alles unter Berücksichtigung der nötigen Hygienevorschriften. Im nächsten Jahr wollen wir außerdem einen großen Erinnerungsgottesdienst mit allen zusammen feiern – so Gott will und wir leben.
Doch wir sind zuversichtlich! Die diesjährige Krise zumindest haben wir bisher - Gott sei
Dank - gut gemeistert.

MATHIS GOSEBERG

Mathis Gosberg verlässt Schwetzingen und beginnt als Pfarrer in Heidelberg am 1. September.
Was sollen wir sagen? Danke für alle Impulse im Kirchenbezirk und einen guten Neustart in Heidelberg.
Gottes Segen !