Konfirmation zu Coronazeiten
Bericht aus Hockenheim
Die Kirchengemeinden der Südlichen Kurpfalz finden neue Formate, um junge Menschen eine Konfirmation zu ermöglichen.
Bericht aus Hockenheim:
Von Gottes Geist (an)treiben lassen
Evang. Kirchengemeinde Hockenheim feiert Konfirmation
Alles war etwas anders wie gewohnt. Kein Abendmahlsgottesdienst am Samstagabend; kein gemeinsamer Zug von Konfirmanden, Ältesten zusammen mit der Stadtkapelle vom Lutherhaus zur Kirche und keine bis auf den letzten Platz besetzte Kirche. Und dennoch haben 45 Jugendlichen im engsten Familienkreis ihre Konfirmation feiern können.
Ein extra auf die Konfirmation abgestimmtes Schutzkonzept machte das möglich. Auf vier Gottesdienste samstags und sonntags verteilt, saßen die bis zu 13 Jugendlichen auf Familiensitzinseln im ganzen Kirchenraum verteilt. Fast alle Konfis haben es sichtlich genossen, neben ihren Eltern zu sitzen und Patin oder Großeltern mit etwas Abstand um sich zu haben.
Gemeindediakon Reinhold Weber ging in seiner Predigt der Frage nach: was treibt mich an? Um die Frage letztlich so zu beantworten: Gottes Geist treibt mich an. Und wozu treibt er an? Spürbar, so Gemeindediakon Weber, sei das in den Momenten, wo Menschen sich wohlfühlen, und dabei nicht nur an sich selbst denken, sondern sich in Gottes Schöpfung treiben lassen, um dort Leben im Sinne Jesu zu ermöglichen.
Die Segnung erfolgte dann in Zweier- oder Dreiergruppen durch Pfarrer Michael Dahlinger bzw. Gemeindediakon Reinhold Weber, die beide die Konfitreffs geleitet hatten. Pfarrer Johannes Heck las dazu den Jugendlichen ihre Bibelsprüche vor.
Singen ging natürlich nicht. Aber Kantor Cho entlockte der Kirchenorgel die schönsten Klänge und setzte so den Konfirmationsgottesdiensten das berühmte I-Tüpfelchen auf.
War alles anders wie gewohnt? Vieleicht die Umstände, sicherlich die Masken, bestimmt die Sitzordnung, aber niemals die sicht- und spürbare Freude der Konfirmanden über ihren besonderen Festtag.






