Evangelische Kirche ist da - mit Abstand und Kreativität
Feiern von Gottesdiensten in Zeiten von Corona auch in der Südlichen Kurpfalz
Evangelische Kirche ist da - mit Abstand und Kreativität
Feiern von Gottesdiensten in Zeiten von Corona auch in der Südlichen Kurpfalz
Ab Sonntag, 10. Mai 2020, wird es in Baden-Württemberg wieder möglich sein, gemeinsame Gottesdienste in Kirchen, Gemeinderäumen oder im Freien zu feiern. Der Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Baden Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh zeigte sich erfreut über diese Möglichkeit. „Grundlage aller unserer Überlegungen bleibt, dass wir als Kirche alles tun wollen, um Infektionen zu vermeiden“, erklärte der Landesbischof. „In Corona-Zeiten ist Abstand halten und Verantwortung für die eigene und die Gesundheit der Anderen zu übernehmen ein Ausdruck von Nächstenliebe.“
Gemeindeleben auf Abstand und doch eng verbunden
7 Wochen Corona Shutdown. Die evangelischen Kirchengemeinden der Südlichen Kurpfalz mit ihren über 50 hauptberuflich Tätigen und den vielen Ehrenamtlichen suchen seitdem Wege, das Gemeindeleben auf Abstand und nah beieinander neu zu erfinden. Dekanin Annemarie Steinebrunner freut sich über die Kreativität in den Gemeinden. Engagiert werden neue Ideen gesetzt, um im Kontakt mit den Menschen zu sein und zu unterstützen, wo Hilfe nötig ist.
Kirche to go ist dabei ein wichtiges Stichwort. Wegzehrung für den Weg, der gerade so mühsam ist. Es gibt gute Worte zum Mitnehmen und tröstende Botschaften, die Menschen nach wie vor erreichen. Es gibt tätige Nächstenliebe, die kreativ in der Nachbarschaft hilft. Das Diakonische Werk ist in dieser Zeit besonders gefragt und bittet um Geldspenden und helfende Hände, damit Kirche präsent bleibt für die Menschen, die Unterstützung brauchen.
Die Vernetzungen innerhalb der Gemeinden sind jetzt besonders wichtig, um voneinander zu wissen und sich gegenseitig aufzubauen. „Das Erleben von tragender Gemeinschaft war bisher in den kirchlichen Gruppen und Chören und im Gottesdienst ganz selbstverständlich und wird jetzt von vielen so sehr vermisst“, so Dekanin Annemarie Steinebrunner. „Deswegen ist es schön, dass wir zumindest bei den Gottesdiensten erste Gehversuche machen können, um uns wieder zu sehen. Auch wenn das ganz anders sein wird als gewohnt mit den Einschränkungen durch die geforderten Schutzmaßnahmen.“
Selbst in großen Kirchen im Kirchenbezirk Südliche Kurpfalz werden durch den Sicherheitsabstand voneinander wohl nicht mehr als 60 Personen Platz finden. Bei Open-Air-Gottesdiensten wird die Zahl auf 100 Personen begrenzt sein.
„Wir werden Abstand halten und Gesichtsmasken tragen, nicht singen und danach nicht noch beim Kirchenkaffee zusammenbleiben. Und dennoch werden wir spüren: wir sind miteinander verbunden und teilen in unserem Glauben Zuspruch, Hoffnung, Halt und Trost“, merkt Dekanin Annemarie Steinebrunner an.
Ab dem 10. Mai darf es wieder Gottesdienste in Kirchen geben.
Die Evangelischen Kirchengemeinden der Südlichen Kurpfalz sind kreativ und vielfältig unterwegs, um Gottesdienstformate auszuprobieren.
Jede Kirchengemeinde wird selbst entscheiden, wie sie mit der Öffnung der Kirche für Gottesdienste umgehen wird und nicht alle Gemeinden werden ab dem 10. Mai Gottesdienste in ihren Kirchen feiern. Verantwortlich sind die Ältestenkreise. Sie prüfen, wie sie die Vorgaben im Schutzkonzept umsetzen können.
Die verschiedenen gottesdienstliche Formate und Angebote, die in den letzten Wochen in den Gemeinden entwickelt wurden wie Online-Gottesdienste oder Gottesdienste to go werden von den Gemeinden weitergeführt und aktuell auf den Homepages der Gemeinden veröffentlicht.
Die Buntheit und Vielfalt der Angebote erleben die Gemeinden im Kirchenbezirk Südliche Kurpfalz als eine besondere Stärke. So werden verschieden Menschen erreicht, die das Angebot nutzen können, das für sie passt.
Öffentlichkeitsreferentin Elke Piechatzek weist vor allem auf das Internet hin als Möglichkeit, in Verbindung zu bleiben. "Schauen Sie sich online um und entdecken Sie auch analoge Ideen, die es bei Ihnen vor Ort gibt. Das Angebot einer offenen Kirche z.B. Vielleicht verweilen Sie ein wenig, lesen einen Segenstext, schreiben ein Gebet auf für die Gebetswand, nehmen sich einen Mutmachzettel mit oder hinterlassen Grüße. Wer kein Internet zur Verfügung hat: Es gibt auch Telefongottesdienste und – andachten und alle Seelsorgenden sind per Telefon nach wie vor erreichbar.
Sie finden Informationen zu den Möglichkeiten Ihrer Ortsgemeinde auf der gemeinsamen Webseite des Kirchenbezirks."