Sabine König zur Pfarrerin in Wiesloch gewählt

Sabine König ist neue Pfarrerin

Wahl bei der evangelischen Petrusgemeinde in Wiesloch

Rhein-Neckar-Zeitung - Wieslocher Nachrichten/Walldorfer Rundschau, 02.12.2019

Wiesloch. (awol) Die Vakanz neigt sich dem Ende zu: Die evangelische Petrusgemeinde Wiesloch wird ihre offene Pfarrstelle recht zügig neu besetzen. Christian Schwarz war in den Schuldienst nach Baden-Baden gewechselt, seine Verabschiedung fand im September statt (die RNZ berichtete).

Letzte Woche fand der Wahlgottesdienst statt, bei dem Sabine König, zur Zeit noch Pfarrerin in Denzlingen, zur neuen Gemeindepfarrerin neben dem amtierenden Andreas Blaschke in die Doppelspitze gewählt wurde. Dekanin Annemarie Steinebrunner zeigte sich in ihrer Begrüßung zum Wahlgottesdienst erfreut, dass die Stellenbesetzung vermutlich zügig abgeschlossen werden könne. Sabine König ist in Linkenheim-Hochstetten aufgewachsen, hat unter anderem in Heidelberg studiert und dort ihr Examen gemacht. Sie hatte verschiedene Pfarrstellen inne und jetzt zieht es sie, wie im Vorfeld zu erfahren war, wieder in die Kurpfalz.

"Auch wenn eine Neubesetzung gefühlt zu früh nach den Amtsantritten von Pfarrer Schwarz im Jahr 2013 und Pfarrer Blaschke 2014 stattfindet, so gehört ein Wechsel zum Unterwegssein der Kirche doch dazu", eröffnete die Dekanin den Wahlakt. Da die Petrusgemeinde Bestandteil der rechtlichen Konstruktion "Kirchengemeinde Wiesloch" ist, waren neben den derzeitigen Ältesten und Gemeindediakoninnen auch die Gemeindepfarrerin der Paulusgemeinde, Sandra Alisch, und Dekanin Steinebrunner, in Summe 20 Personen, wahlberechtigt. Steinebrunner ging in ihrer Ansprache auf die Besonderheit der protestantischen Kirchen ein, die ihre Pfarrer selbst wählen, und die danach erst durch die Landeskirche angestellt werden. Eine Amtseinsetzung erfolge nicht - deshalb habe auch der Ältestenkreis ein sehr hohes Recht der Besetzung der Stellen.

Die Dekanstellvertreterin Wibke Klomp, Gemeindepfarrerin in Walldorf, führte durch die Wahl, wobei im Geheimen abgestimmt wurde. "Herzlichen Glückwunsch: Sie haben eine neue Gemeindepfarrerin, die mit erheblich großer Zahl über den mehrheitlichen elf Ja-Stimmen gewählt wurde", so Klomp nach der Auszählung. Dekanin Steinebrunner schloss sich den Glückwünschen an und informierte die Kandidatin, die traditionell bei der Wahl nicht anwesend war, sogleich telefonisch. "Ich begrüße, dass die Wahl gut gelungen ist und freue mich auf die neue Kollegin", äußerte sich Gemeindepfarrer Blaschke erleichtert.

Dem Zeitplan der rechtlichen Anstellungsplanung geschuldet, hatte der derzeitige Ältestenkreis diese Pfarrerwahl kurz vor der am 1. Dezember stattfindenden Kirchenwahl noch durchführen müssen. Sabine König wird ihren Dienst im Spätjahr 2020 beginnen, nach einem bereits geplanten Kontaktstudium im Sommersemester in Heidelberg. Bis dahin wird Pfarrerin im Probedienst Karin Treiber das Team der Hauptamtlichen der Petrusgemeinde unterstützen.