Wir können miteinander Reden und Singen

Gemeinsamer Konvent von Kirchenmusiker*innen, Pfarrer*innen, Prädikant*innen und Gemeindediakon*innen in Eppelheim

Liebe Verkündigende, liebe Singende, liebe Mitarbeitende in und an unserer Kirche, lasst uns aufeinander hören, miteinander reden und mehr singen!

so begrüßte Kirchenmusikdirektor Detlev Helmer am Freitag die Anwesenden in seinem Impuls.

Anlass für das Treffen war "ein neues Begleitheft mit Gemeindeliedern zum Gesangbuch", das derzeit erstellt wird. Die Landeskirche in Baden hatte die Gremien aufgerufen, sich zur neuen Liederliste zu äußern und darüber abzustimmen.
Detlev Helmer hatte sich vorgenommen, einige dieser Lieder zu singen und vorzustellen. Aber wichtiger sei ihm, sich allgemeiner und grundsätzlicher auszutauschen:
Über die Bedeutung von  Musik und Wort im Gottesdienst
über neue und alte Lieder,
über ungewöhnliche Musikwünsche bei Beerdigungen und Hochzeiten.
Das Ab"stimmen" der Zusammenarbeit der Anwesenden begann mit der eigenen "Stimme" beim gemeinsamen Singen.
Wohl klang es im Eppelheimer Gemeindehaus. Die Profis im Raum konnten schnell mitsingen beim neuen Repertoire.
Pfarrerin Cristina Blazquéz fragte in ihrer Andacht zu Beginn nach dem ersten Kantor in der Bibel und erzählte von Mose, der bereits die Gläubigen zum Singen animierte.
Die Notwendigkeit , miteinander zu singen war eine Grundaussage des Impulsreferates von Detlev Helmer, der aus dem reichen Schatz seiner Kantorentätigkeit berichtend, die Anwesenden mit seinen Worten zum Nachdenken brachte.

Er stellte viele sehr gezielte Fragen nach der Qualität von Musik im Gottesdienst, nach Kriterien von "guten" Liedern, nach der Wertschätzung der Schatzkiste "Gesangbuch"
nach Kirchenmusik, die auf immer mehr Zuhörer trifft, die keine Sozialisation in der Kirche haben.
Sein Impuls bewegte sich beim Stichwort "Neue Lieder"
zwischen Juhu und O Gott.
 
Neue Lieder für ein  Beiheft bis das neue Gesangbuch 2030 kommt:
Ist das Grund zum Jubeln, weil endlich neue "populäre" Musik Einzug hält ins kirchliche Leben oder eher Anlass zur Sorge, weil wieder die Schätze der Kirchenmusik aus alten Zeiten in den Hintergrund treten?

Detlev Helmer zeigte eindrücklich in seinem Referat, dass es zur guten musikalischen Abstimmung anlässlich aller Gottesdienste (auch Beerdigungen und Trauungen) viele Fragen zu beantworten gibt.
Eindringlich mahnte er alle Anwesenden, miteinander ins Gespräch zu kommen. Detlev Helmer endete mit den Worten:

Wie schon gesagt: wir müssen miteinander reden und aufeinander hören! Heute, morgen und übermorgen.

Die Tischgruppengespräche beschäftigten sich mit einem weiteren Impulspapier vom Vertrauenspfarrer für Kirchenmusik Steffen Groß . Die Anwesenden gaben dann ihre Erfahrungen und Anregungen auf Stichwortkarten der Dienstbesprechung aller Kantoren der Südlichen Kurpfalz als Denkaufgabe mit.

Dekanin Annemarie Steinebrunner zeigte sich am Abend erfreut über die gelungenen Gespräche an den Tischen und der guten Athmosphäre, die mit dem gemeinsamen Singen besonderen Ausdruck fand.

Die Anwesenden stimmten für eine Wiederholung dieses Formates spätestens  wenn das neue Begleitheft zum Gesangbuch erste Erfahrungen gebracht hat.

 

 

 
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