Die Seele ist wichtig für die Genesung.
Die neue Klinikseelsorgerin der GRN Klinik Schwetzingen hat Zeit für Gespräche.
Es ist wichtig, für die Seele zu sorgen
- 23.10.2019 -
Klinikseelsorgerin Sibylle Holzwarth-Weiss im Gespräch
"Wenn man mit offenen Augen und Ohren durchs Haus geht, entwickelt sich ganz viel."
Sibylle Holzwarth-Weiss hat mir gerade die Kapelle der Klinik in Schwetzingen gezeigt. In der Ecke der Tisch des Palliativteams. Erinnerungssteine für Menschen, die gestorben sind. Und ein Engel.
Die Kapelle ist ein freundlicher Raum, der Ruhe gibt bereits beim Eintreten. Eine Angehörige kommt zum Beten und wir ziehen uns zurück.
Ein kleines dunkles Büro nebenan. Aber dort hält sie sich auch wenig auf, die neue Klinikseelsorgerin.
Sibylle Holzwarth-Weiss geht los, sie sucht Kontakt und sie hat etwas, was alle anderen nicht haben im Klinikbetrieb. Sie hat Zeit.
"Meine Zeit in der Klinik ist reserviert, um Zeit zu haben". An vier Tagen der Woche ist sie mit halber Stelle einfach da. Sie ist Mitglied im Palliativteam und hält Gottesdienste in der Kapelle am Samstag abend. Zusammen mit ihrer katholischen Kollegin Evelyn Spitaler ist sie das Gesicht von Kirche im Krankenhaus.
"Manchmal können wir Hoffnung schenken", sagt Sibylle Holzwarth-Weiss und erzählt von Gesprächen mit Patienten, die aufgeben wollen.
"Wenn jemand nicht mehr will, wird er nicht gesund werden." Davon ist sie überzeugt. Also redet sie mit Patienten, über ihre Lebensgeschichten, über Zeiten, in denen sie gesund waren und Kraft hatten, durchzuhalten. Ein Patient erzählte ihr von seinen früherern Marathonläufen. Nach dem Gespräch hatte sich etwas verändert und er hat den Kampf gegen die Krankheit noch mal aufgenommen.
Sibylle Holwarth-Weiss war vor dieser Aufgabe neun Jahre Bezirksjugendreferentin in Heidelberg.Nach der Geburt ihrer Zwillinge vor zwei Jahren, dann mit drei kleinen Kindern wurde ihr bewusst: Die Zeiten der Bezirksjugendarbeit und Familienzeiten passen nicht wirklich gut zusammen. Sie war froh, dass sie angesprochen wurde, ob sie diese besondere Aufgabe nicht übernehmen wolle.
Sibylle Holzwarth-Weiss hat ihre Diakonenausbildung auf der Karlshöhe in Ludwigsburg gemacht. Eine zweijährige Telefonseelsorgeausbildung wird ergänzt werden mit einer Klinikseelsorgeausbildung, die im nächsten Jahr beginnt. Die neue Klinikseelsorgerin freut sich darauf, mehr und intensiver zu lernen, für andere da zu sein.
Zu Beginn ihrer Tätigkeit in Schwetzingen hat sie in allen Stationen, für die sie zuständig ist hospitiert und den Pflegealltag in den Frühschichten miterlebt. Seither weiß sie, was Stationsalltag bedeutet, wann eine gute Zeit ist, um vorbeizuschauen und Besuche anzubieten. Die Mitarbeitenden der Klinik kommen aber auch auf die Seelsorgerinnen zu und bitten, dass sie nach Patienten schauen.
Und sie suchen selbst das Gespräch.
"Wir machen hier als Kirche eine wichtige Arbeit. Durch meine Person sind wir da und stehen zur Verfügung, außerhalb des Klinikbetriebes mit Zeit für die Seele."
Sibylle Holwarth-Weiss wurde am 19. Oktober im Synodengottesdienst für ihren Dienst gesegnet.
Sie ist eine ca 50 Klinikseelsorger*innen in der Evangelischen Landeskirche in Baden. Ein Segen, dass es sie gibt, diese Menschen, die einfach da sein können mit Zeit für die Seele.
Sibylle Holzwarth-Weiss hat mir gerade die Kapelle der Klinik in Schwetzingen gezeigt. In der Ecke der Tisch des Palliativteams. Erinnerungssteine für Menschen, die gestorben sind. Und ein Engel.
Die Kapelle ist ein freundlicher Raum, der Ruhe gibt bereits beim Eintreten. Eine Angehörige kommt zum Beten und wir ziehen uns zurück.
Ein kleines dunkles Büro nebenan. Aber dort hält sie sich auch wenig auf, die neue Klinikseelsorgerin.
Sibylle Holzwarth-Weiss geht los, sie sucht Kontakt und sie hat etwas, was alle anderen nicht haben im Klinikbetrieb. Sie hat Zeit.
"Meine Zeit in der Klinik ist reserviert, um Zeit zu haben". An vier Tagen der Woche ist sie mit halber Stelle einfach da. Sie ist Mitglied im Palliativteam und hält Gottesdienste in der Kapelle am Samstag abend. Zusammen mit ihrer katholischen Kollegin Evelyn Spitaler ist sie das Gesicht von Kirche im Krankenhaus.
"Manchmal können wir Hoffnung schenken", sagt Sibylle Holzwarth-Weiss und erzählt von Gesprächen mit Patienten, die aufgeben wollen.
"Wenn jemand nicht mehr will, wird er nicht gesund werden." Davon ist sie überzeugt. Also redet sie mit Patienten, über ihre Lebensgeschichten, über Zeiten, in denen sie gesund waren und Kraft hatten, durchzuhalten. Ein Patient erzählte ihr von seinen früherern Marathonläufen. Nach dem Gespräch hatte sich etwas verändert und er hat den Kampf gegen die Krankheit noch mal aufgenommen.
Sibylle Holwarth-Weiss war vor dieser Aufgabe neun Jahre Bezirksjugendreferentin in Heidelberg.Nach der Geburt ihrer Zwillinge vor zwei Jahren, dann mit drei kleinen Kindern wurde ihr bewusst: Die Zeiten der Bezirksjugendarbeit und Familienzeiten passen nicht wirklich gut zusammen. Sie war froh, dass sie angesprochen wurde, ob sie diese besondere Aufgabe nicht übernehmen wolle.
Sibylle Holzwarth-Weiss hat ihre Diakonenausbildung auf der Karlshöhe in Ludwigsburg gemacht. Eine zweijährige Telefonseelsorgeausbildung wird ergänzt werden mit einer Klinikseelsorgeausbildung, die im nächsten Jahr beginnt. Die neue Klinikseelsorgerin freut sich darauf, mehr und intensiver zu lernen, für andere da zu sein.
Zu Beginn ihrer Tätigkeit in Schwetzingen hat sie in allen Stationen, für die sie zuständig ist hospitiert und den Pflegealltag in den Frühschichten miterlebt. Seither weiß sie, was Stationsalltag bedeutet, wann eine gute Zeit ist, um vorbeizuschauen und Besuche anzubieten. Die Mitarbeitenden der Klinik kommen aber auch auf die Seelsorgerinnen zu und bitten, dass sie nach Patienten schauen.
Und sie suchen selbst das Gespräch.
"Wir machen hier als Kirche eine wichtige Arbeit. Durch meine Person sind wir da und stehen zur Verfügung, außerhalb des Klinikbetriebes mit Zeit für die Seele."
Sibylle Holwarth-Weiss wurde am 19. Oktober im Synodengottesdienst für ihren Dienst gesegnet.
Sie ist eine ca 50 Klinikseelsorger*innen in der Evangelischen Landeskirche in Baden. Ein Segen, dass es sie gibt, diese Menschen, die einfach da sein können mit Zeit für die Seele.



